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Aus der Stadt Bekommt die Hochschule Hannover bald Unisex-Toiletten?
Hannover Aus der Stadt Bekommt die Hochschule Hannover bald Unisex-Toiletten?
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00:17 14.12.2017
Eine für alle: Geschlechtsneutrale Unisex-Toiletten – wie hier in Berlin – könnten die Zukunft des Toilettenwesens sein.  Quelle: dpa
Hannover

Traditionell gilt bei Toiletten in Deutschland: Es gibt solche für Männer und solche für Frauen. Das funktionierte bislang meist undramatisch. Intuitiv wissen die meisten Menschen, hinter welcher Toilettentür sie am wenigsten Aufsehen erregen. An der Hochschule Hannover (HSH) indes fordert die Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Just jetzt die Einrichtung geschlechtsneutraler Unisex-Toiletten. „Es wäre richtig, an alle vorhandenen Toiletten einfach ,WC’ ranzuschreiben“, sagt sie. Sie werde dafür einen Vorstoß im Präsidium unternehmen und die Idee „in die hochschulinterne Diskussion einbringen“.

Der Plan wird beflügelt durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hat jüngst die Einführung eines dritten Geschlechts im Geburtenregister gefordert, für intersexuelle Menschen. Auf dieser Grundlage ließe sich auch fordern, künftig drei Toiletten einzurichten, doch dies hält Brigitte Just nicht für praktikabel: „Das ließe sich baulich schwer umsetzen – und es wäre nicht realistisch, überall Dixi-Klos aufzustellen“, sagt sie.

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Ganz unproblematisch wird sich allerdings auch ihr Traum von der geschlechtslosen Eine-für-alle-Toilette nicht realisieren lassen. Denn die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bezieht sich nur aufs Personenstandsregister. Nicht aufs Toilettenwesen. Und die Stadt verweist darauf, dass der Einführung von Unisex-Toiletten in öffentlichen Gebäuden der Paragraf 27 DVO-NBauO entgegen steht. Die Durchführungsverordnung der Niedersächsischen Bauordnung sieht bislang eindeutig getrennte Toiletten für Männer und Frauen vor. 

Das gilt allerdings nur innerhalb von Gebäuden. Außerhalb ist man schon viel fortschrittlicher. Dort baut man – wie etwa am Marstall – längst geschlechtsneutrale Toiletten. Unter den 54 öffentlichen Toilettenanlagen in Hannover sind bereits zwölf Unisex-Toiletten. Bei Neubauten, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Just, solle man künftig generell ergebnisoffen diskutieren, ob man drei Toiletten für drei Geschlechter einrichtet – oder ausschließlich Unisex-Toiletten. Diese Lösung würde sie favorisieren: „Menschen, die die dritte Toilette benutzen, könnten dadurch stigmatisiert werden“, sagt sie. „Das möchte ich nicht.“

Von Simon Benne

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