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Aus der Stadt Abmahnung: Sylt-Wirt will „Geibeltreff“ allein nutzen
Hannover Aus der Stadt Abmahnung: Sylt-Wirt will „Geibeltreff“ allein nutzen
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00:18 10.08.2017
Von Linda Tonn
Misstöne am Maschsee: Wirte streiten um die Bezeichnung Geibeltreff. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Zwischen Feierlaune und entspanntem Schlemmen gibt es Streit auf dem Maschseefest. Peter Schöftner, der Betreiber der Gosch-Sylt-Gastronomie am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, hat seinen Nachbarn am See - dem Clichy und der See-Wirtschaft - eine anwaltliche Abmahnung zugeschickt. Sie sollen für die Beschreibung ihrer Restaurants den Zusatz „Geibeltreff“ nicht mehr verwenden. Der Grund: Schöftner hat sich die Bezeichnung bereits 2015 beim Patent- und Markenamt in München schützen lassen und beansprucht die Nutzung allein für seine Gastronomie. Der Anwalt der betroffenen Gastronomen, Wolfgang Borsum, hat die Abmahnung am Montag allerdings abgelehnt.

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„Die Bezeichnung Geibeltreff weist lediglich auf die Örtlichkeit hin“, sagte Borsum in seiner Begründung. Weder das Clichy noch die See-Wirtschaft würden sie in Zusammenhang mit ihrer Gastronomie tragen. Zudem sei fraglich, ob der Begriff überhaupt schutzfähig sei, schließlich werde die Ortsbezeichnung Geibeltreff seit der Gründung des Maschseefests Mitte der Achtzigerjahre von den Besuchern verwendet, so Borsum. Für seine Mandanten ändere sich erst einmal nichts.

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Ähnlich argumentiert auch Maschseefest-Veranstalter Hans Nolte. „Der Begriff Geibeltreff ist urhannoversch“, sagte er am Montag. „Wenn ich sage, wir treffen uns am Geibeltreff, weiß jeder, was gemeint ist.“ Daher sei die Diskussion „völlig überflüssig“. Die Hannover-Veranstaltungs GmbH (HVG) habe zwar keine Abmahnung erhalten, aber eine Unterlassung, „Geibeltreff“ weiter zu verwenden, sagte Nolte. „Wir kommen dem nach.“

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Von der Website des Maschseefests hat die HVG die Ortsbezeichnung Geibeltreff bereits entfernt - statt „Gosch Sylt Geibeltreff“ werde man jetzt dort auch nur noch „Sylt“ verwenden, sagte Festorganisator Nolte. Im gedruckten Programm werde das allerdings erst im kommenden Jahr geändert, es gebe zudem keine Anzeigen oder Plakate, es sei denn, der Antragsteller widerrufe bis dahin die Unterlassung. Sylt-Wirt Peter Schöftner war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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