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Aus der Stadt Grippe führt zu vollen Kinderkliniken
Hannover Aus der Stadt Grippe führt zu vollen Kinderkliniken
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00:28 19.02.2015
Von Veronika Thomas
Viele Kinder sind an schweren Atemwegsinfektionen erkrankt, seit gut zwei Wochen kommen immer mehr Fälle von Influenza hinzu. Quelle: Nicolas Armer
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Hannover

Die Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und das Kinderkrankenhaus Auf der Bult melden voll belegte Betten. „Wir sind sehr gut ausgelastet“, sagt MHH-Sprecherin Simone Corpus. Stationär aufgenommen würden aber vorwiegend Kinder mit schweren Grunderkrankungen, die sich zusätzlich mit Grippe infiziert hätten. „Zwar sind auch die Notfallsprechstunden voll, aber die meisten Kinder können wieder nach Hause entlassen werden.“ Ähnlich sieht die Lage im Kinderkrankenhaus Auf der Bult aus. „Die Auslastung ist sehr hoch, aber nicht dramatisch“, sagt Sprecher Björn-Oliver Bönsch. Seit zwei Wochen stiegen die Fälle von Influenza. „Wir rechnen noch bis Mitte März mit einem erhöhten Grippeaufkommen, und es wird immer wieder Tage geben, an denen wir voll ausgelastet sind.“ Allerdings sei die Situation längst nicht so schlimm wie zur Grippesaison 2012/2013. Seinerzeit mussten die Kinderkliniken Patienten an Umlandkliniken überweisen, weil alle Betten belegt waren.

Kinderarzt Thomas Buck in Misburg stellt nüchtern fest: „Jetzt ist die Saison.“ Es sei allerdings eine sehr aktive Saison. „Seit Wochen schon ist die Quote bei den Atemwegsinfekten recht hoch, jetzt kommt noch die Influenza hinzu.“ Von insgesamt 200 Patienten pro Tag hätten etwa 100 eine Atemwegsinfektion, bei 30 von ihnen werde jetzt zusätzlich Influenza diagnostiziert.

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Grippevirus verändert: Der aktuelle Grippeimpfschutz könnte in dieser Saison weniger wirksam sein als sonst. Grund ist der Subtyp H3N2 der ­Influenza-A-Viren, der in diesem Jahr besonders verbreitet ist. Zwar enthält der ­saisonale Grippeimpfstoff eine Komponente dagegen, aber das Virus hat sich seit der Impfstoffherstellung, die im Frühjahr 2014 von der Weltgesundheitsorganisation festgelegt wurde, leicht verändert. Das Robert-Koch-Institut nimmt daher an, dass deshalb sogar geimpfte Personen mit einer reduzierten Impfwirkung rechnen müssen.

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