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Aus der Stadt Wikinger-Premiere im Cinemaxx
Hannover Aus der Stadt Wikinger-Premiere im Cinemaxx
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21:11 16.10.2014
Von Rüdiger Meise
Zwei Wikinger und ein böser Feind: Ken Duken (Bild oben, v. l.) und Tom Hopper mimen in dem Film Nordmänner, Anatole Taubman ist ihnen als Söldner auf den Fersen.
Zwei Wikinger und ein böser Feind: Ken Duken (Bild oben, v. l.) und Tom Hopper mimen in dem Film Nordmänner, Anatole Taubman ist ihnen als Söldner auf den Fersen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Für die Deutschland-Premiere waren drei der Hauptdarsteller nach Hannover angereist: Ken Duken (bekannt aus „Inglourious Basterds“), Tom Hopper („Black Sails“) und Anatole Taubman („James Bond 007 - ein Quantum Trost“, „Die Tudors“) hatten sichtlich Spaß auf dem roten Teppich. Für ihre Rollen wurden Duken und Hopper Haarverlängerungen angepasst, verriet Duken - die er dann wochenlang nicht gewaschen habe. „Ganz nach Wikingerart“.

Dass Hannover als Ort für die Deutschland-Premiere gewählt wurde, ist der Filmförderung der Nordmedia zu verdanken sowie der hannoverschen Produktionsgesellschaft Jumping Horse Film, die den Actionreißer koproduzierte. Fast alle Spezialeffekte entstanden in den hiesigen Day For Night Studios, wo ein Team von 30 Spezialisten um die Produzenten Marco Del Bianco und Frank Kaminski am Computer tosende See, halsbrecherische Klippenstürze und epische Kampfszenen schufen. „Sie sehen zwar Hannover nicht im Film, aber wir sind sehr stolz darauf, diese Produktion in die Stadt geholt zu haben“, rief Marco Del Bianco ins Publikum.

Gedreht wurde der Film zum größten Teil in Südafrika - die in Kapstadt ansässige Firma Two Oceans Production steuerte sowohl imposante Drehorte als auch Fördergelder aus Südafrika bei. Hier fand die Crew die spektakulären Drehorte, die den Charakter des Films möglich machen: Wie bei einem Computerspiel muss die wackere Wikingerhorde immer neue Herausforderungen meistern - Springfluten, steile Klippen, tiefe Schluchten, dunkle Höhlen, widriges Wetter, wackelige Hängebrücken, tückische Sümpfe und zwischendurch immer wieder blutige Gefechte mit düsteren Spießgesellen.

Nach „Konferenz der Tiere“ im Jahr 2012 gab es lediglich kleinere Premieren in Hannover, sagt Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer. Mit insgesamt 310 000 Euro förderte Nordmedia „Northmen“ - die Gesamtproduktionskosten betragen rund 4 Millionen Euro. Mehr als 850.000 Euro habe die Produktion in der Region ausgegeben - „der Film hat hierzulande einen ungewöhnlich starken wirtschaftlichen Effekt ausgelöst“, sagt Schäffer zufrieden.

Für Regisseur Claudio Fäh hatte Marco Del Bianco am Ende eine besondere Überraschung parat: ein Programmheft des Kurzfilmfestivals Up and Coming aus dem Jahr 1991. Damals hatte Fäh als 15-Jähriger einen Kurzfilm bei dem Festival vorgestellt. Für den Regisseur war „Northmen“ also bereits die zweite Deutschland-Premiere in Hannover.

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