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Aus der Stadt Grün sehen, trotzdem stehen
Hannover Aus der Stadt Grün sehen, trotzdem stehen
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00:15 08.06.2013
Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die von der Stadt angestrebte Optimierung der Verkehrsströme auf der Vahrenwalder Straße – landläufig als „grüne Welle“ bezeichnet – lässt noch auf sich warten. Am Dienstag wurde die bislang gültige Höchstgeschwindigkeit von streckenweise 70 Kilometern pro Stunde auf der vielbefahrenen Straße durchgängig auf Tempo 50 gesenkt. Dazu wurden die Ampelanlagen entlang der Strecke besser aufeinander abgestimmt, so dass die Verkehrsteilnehmer die Strecke zwischen der Innenstadt und Langenhagen künftig in kürzerer Zeit zurücklegen können – so der Plan. Doch noch ist von einer „Optimierung“ des Verkehrsflusses auf der Vahrenwalder Straße nichts zu spüren. Die HAZ hat den Test gemacht: Auch wenn sich die Verkehrsteilnehmer strickt an die neue Höchstgeschwindigkeit halten, müssen sie dennoch Wartezeiten an Kreuzungen in Kauf nehmen. Auch außerhalb der Stoßzeiten gerät der Verkehrsfluss trotz der neuen Ampelschaltung immer wieder ins Stocken.

Die Fahrzeiten auf der Vahrenwalder Straße sollen sich trotz Tempolimit dank neuer Ampeltaktung verkürzen. Ein Test mit der Stoppuhr.

Die Verwaltung beteuert, von der Einrichtung einer „grünen Welle“ auf der Vahrenwalder Straße sei nie die Rede gewesen. „Uns liegen Untersuchungen vor, wie der Verkehr auf der Strecke flüssiger gemacht werden kann, was zu einer Minimierung der Fahrzeiten beiträgt“, sagt Rathaussprecher Alexis Demos. Auf einer derart langen Straße sei die Einführung einer „grünen Welle“ allein schon deshalb nicht möglich, weil der öffentliche Nahverkehr nach wie vor Vorrang habe. „Wenn an der Straße Großer Kolonnenweg eine Stadtbahn kreuzt, ist der Verkehrsfluss für die Autofahrer bereits unterbrochen“, erklärt Demos.

Die Stadt will in den kommenden Wochen eigene Testfahrten auf der Vahrenwalder Straße unternehmen. „Möglicherweise kommt dabei heraus, dass wir an der einen oder anderen Stelle nocheinmal nachsteuern müssen“, sagt Stadtsprecher Demos. Diese Arbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. Von der Änderung des Tempolimits ist stadtauswärts der Bereich zwischen der Straße Großer Kolonnenweg und der Stadtgrenze zu Langenhagen betroffen. Stadteinwärts gilt die neue Höchstgeschwindigkeit zwischen Heinrich-Heine-Straße und der Kreuzung Kabelkamp/Sahlkamp. Die Verkehrsschilder, die bisher Tempo 70 ausgewiesen haben, sind bereits abmontiert worden. Für den restlichen Bereich der Vahrenwalder Straße gilt ohnehin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Für die Ratsfraktion der FDP ergeben sich aus der Neuregelung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Vahrenwalder Straße dennoch weitere Fragen. In einem Brief an Stadtbaurat Uwe Bodemann, der der HAZ vorliegt, erbittet Ratsherr Wilfrid Engelke von der Verwaltung Antwort auf die Frage, warum auf der Strecke nicht gleich die sogenannte dynamische Pulksteuerung umgesetzt werde, die „wesentlich effizienter und geeigneter für die Lenkung größerer Verkehrsströme sein soll“, heißt es in dem Schreiben. Mithilfe dieser Pulksteuerung können die Autoströme zumindest zwischen großen Kreuzungen freie Fahrt erhalten, statt ständig, wie auch auf der Vahrenwalder Straße, vor Fußgängerampeln und an kleineren Kreuzungen ausgebremst zu werden.

  • 14.30 Uhr: Start am Vahrenwalder Platz
  • 14.31 Uhr: Erster Halt, Dragonerstraße, nach einer guten Minute Wartezeit geht die Fahrt weiter
  • 14.33 Uhr: Halt am Niedersachsenring, die Ampel zeigt zwar Grün, doch wegen einer Baustelle geht es nicht weiter.
  • 14.36 Uhr: Erneuter Halt an der Kreuzung Alter Flughafen. Etwa 30 Sekunden später kann es weitergehen.
  •  Die nächsten vier Minuten geht es nur stockend voran.
  • 14.40 Uhr: Stopp an der Einmündung Kugelfangtrift. Eine gute Minute später Ankunft in Langenhagen.

Die Vahrenwalder Straße ist der sechste Straßenzug in Hannover, in dem die Ampelschaltungen nach dem neuen System optimiert worden sind. Den Anfang machten vor drei Jahren die Ampeln auf Langenforther Straße, Eulenkamp, Klingerstraße und Karl-Wiechert-Allee. Danach waren die Hildesheimer Straße im Bereich Südstadt und der Cityring an der Reihe.

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