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Aus der Stadt Neues Forschungszentrum in der Nordstadt
Hannover Aus der Stadt Neues Forschungszentrum in der Nordstadt
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00:15 30.01.2015
Von Bernd Haase
Neubau als Meilenstein: Stefan Schostock, Gabriele Heine Kljajic und Volker Epping (v.l.) bei der Grundsteinlegung.
Neubau als Meilenstein: Stefan Schostock, Gabriele Heine Kljajic und Volker Epping (v.l.) bei der Grundsteinlegung. Quelle: Rainer Surrey
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Rund 100 Wissenschaftler werden dort bestehende Messtechniken verbessern oder neue entwickeln, um etwa den Anstieg der Meeresspiegel, das Abschmelzen der Polkappen oder die zeitliche Abfolge von Vulkanausbrüchen besser beschreiben zu können. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant, die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 33,5 Millionen Euro.

Auf dem Unigelände in der Nordstadt ist der Grundstein für ein neues Forschungszentrum gelegt worden. Das Hannover Institut für Technologie (Hitec) soll dort entstehen. 

„Das Hitec steht nicht nur für unsere national wie international herausragende Physik, sondern auch für den fächerübergreifenden Forschungs- und Lehransatz“, sagte Uni-Präsident Prof. Volker Epping, der die Grundsteinlegung am Dienstag ebenso verfolgte wie Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-
Kljajic und Oberbürgermeister Stefan Schostok. Heinen-Kljajic bezeichnete den Neubau als Meilenstein, der die Konkurrenzfähigkeit in der Forschung sichere.

Experimente in der Schwerelosigkeit

Weithin sichtbares Zeichen des Hitec wird ein Fallturm mit 40 Metern Höhe für Experimente in der Schwerelosigkeit sein, von denen sich zehn Meter unter der Erdoberfläche befinden. Außerdem gibt es Labore und zwei weitere wissenschaftliche Großgeräte. Eines dient der Entwicklung von Glasfasern und Faserlasern, die etwa im Weltraum zum Einsatz kommen. Beim zweiten handelt es sich um eine Atomfontäne, mit deren Hilfe hochpräzise Messtechnologien auf Basis von Materiewellen erforscht und getestet werden. „In dieser Qualität und Kombination gibt es das weder an deutschen noch an internationalen Forschungsinstitutionen“, sagt Prof. Wolfgang Ertmer von der Leibniz Universität, der auch Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist. Zu den Partnern der Uni beim Hitec zählen unter anderem die Physikalisch-technische Bundesanstalt in Braunschweig und das Laser Zentrum Hannover.     

Volker Wiedersheim 30.01.2015
Michael Zgoll 30.01.2015