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Aus der Stadt Grundstücke auf dem Expo-Gelände verkauft
Hannover Aus der Stadt Grundstücke auf dem Expo-Gelände verkauft
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15:00 09.08.2017
Von Andreas Schinkel
Das alte Expo-Gelände. Quelle: dpa
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Hannover

Die Immobiliengesellschaft Expo Grund, eine Tochter der städtischen Union Boden, hat jetzt zwei große Grundstücke nahe dem Expo Bahnhof Ost mit insgesamt 12.000 Quadratmetern verkaufen können. Dabei handelt es sich zum einen um ein Eckgrundstück an der Weltausstellungsallee, zum anderen um einen temporär genutzten Parkplatz an der Mailänder Straße. Beide Flächen gehen an hannoversche Projektentwickler. Der Verkaufspreis liegt nach Informationen der HAZ im einstelligen Millionenbereich. Hinzu kommt der Verkauf eines kleineren Grundstücks nahe dem Möbelmarkt IKEA.

Auf den Flächen werden voraussichtlich Bürohäuser entstehen, möglich wären auch andere gewerbliche Nutzungen. Ausgeschlossen ist die Ansiedlung von Läden. Damit soll verhindert werden, dass Geschäfte im benachbarten Kronsberg-Viertel allzu sehr unter Konkurrenzdruck geraten. Gebäudekomplexe mit einer Höhe von bis zu 58 Metern sind auf den verkauften Grundstücken möglich.

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"Die Nachfrage ist groß. Zahlreiche Investoren haben sich Grundstücke gesichert", sagt Karsten Klaus, Geschäftsführer der Union Boden. In den vergangenen zwei Jahren habe man sechs Flächen verkaufen können. Vom ehemals 160 Hektar großen Weltausstellungsgelände sind nach Angaben der Union Boden weniger als vier Hektar übrig. "Fakt ist: Citynahe Gewerbeflächen sind in Hannover mittlerweile Mangelware, auch im Expo Park", sagt Klaus.

Im Osten des Expo Geländes sind kürzlich zwei Studentenwohnheime mit 214 Wohnungen fertig gestellt worden. Zwei weitere Wohnheime mit knapp 200 Appartments sind in Planung. Baubeginn soll im Oktober sein. Auch der Verkauf des heruntergekommenen Holländischen Pavillons einschließlich eines Nachbargrundstücks sei "auf einem guten Weg", sagt Klaus. Die Bremer Firma Zech-Bau will die Pavillon-Ruine erwerben, wieder herrichten und nebenan ein Apartmenthochhaus mit 380 Studentenwohnungen bauen.