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Aus der Stadt Grusel-Musik mit Maricel
Hannover Aus der Stadt Grusel-Musik mit Maricel
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20:43 28.10.2012
Von Florian Knabe
Erst dramatisch, dann lustig: Hexen, Zombies und Vampire hatte Maricel zu ihrem Halloween-Konzert eingeladen. Viele Besucher kamen in aufwendigen Verkleidungen und feierten nach der zweistündigen Show noch eine ebenso gruselige Halloween-Party.Becker (3)
Erst dramatisch, dann lustig: Hexen, Zombies und Vampire hatte Maricel zu ihrem Halloween-Konzert eingeladen. Viele Besucher kamen in aufwendigen Verkleidungen und feierten nach der zweistündigen Show noch eine ebenso gruselige Halloween-Party. Quelle: Natalie Becker
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Hannover

Sie hatte gerufen, und Zombies, Hexen, Vampire und andere Gruselgestalten folgten dem Ruf der hannoverschen Sängerin Maricel bereitwillig. Am Sonnabendabend kamen etwa 250 Besucher zu einem rund zweistündigen Halloween-Konzert in den Spielbankenkomplex RP5 am Raschplatz. Viele der Besucher hatten sich ausgefallene Kostüme angezogen und sorgten so für die passende unheimliche Stimmung.

Maricel hat bereits in einigen großen Musiktheaterproduktionen Hauptrollen gesungen. So stand sie in den Musicals „Jekyll & Hyde“, „Aida“ und „West Side Story“ auf der Bühne. Aus diesen und anderen Produktionen wie „Tanz der Vampire“, „Wicked“ und „Elisabeth“ hatte sie ein schaurig-schönes Programm in zwei Akten zusammengestellt: „Im ersten Akt wird’s ein wenig dramatisch und düster, im zweiten dann lustiger - versprochen“, sagte die Sängerin zu Beginn.

Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen, schon nach den ersten zwei Songs, beide aus „Wicked“, entspannt mit ihrem Publikum zu scherzen - und dies ließ sich nur zu gern darauf ein. „Weiß jemand, woher der Begriff ,Halloween’ stammt?“, fragte sie, und prompt kam die Antwort zurück: „Das kommt von ,Hallo Wien’!“ Eine perfekte Überleitung zu ihrem nächsten Stück: Das stammte nämlich aus „Elisabeth“, dem Musical über Sissi, die österreichische Kaiserin.

Während des Konzerts holte sich Maricel immer wieder Gastsänger und -musiker auf die Bühne. Pianist Björn Vüllgraf, dem stilecht dicke Spinnweben vom schwarzen Zylinder hingen, unterstützte sie bei vielen Stücken. Für die romantischen Momente stand Duettpartner Florian Hinxlage bereit, dem es zudem sichtlich Spaß machte, sich immer wieder mit Maricel zu zoffen. So stellten die beiden plötzlich mit Erschrecken fest, dass sie ihre Stimmen vertauscht hatten und gaben sich gegenseitig die Schuld dafür. Ins allgemeine Gezeter fiel dann der Ruf des Tontechnikers: „Habt ihr vielleicht eure Mikros vertauscht?“ So war’s denn auch, und die beiden vertrugen sich wieder.

Aus Emden angereist war die Monday Musical Company, die sich nicht nur dem Namen nach auf Hits aus Musicals spezialisiert hat. Ebenfalls gruselig verkleidet, lieferten die Musiker bei einigen Stücken den stimmgewaltigen Chor. Zudem hatte Maricel den 15-Jährigen Nachwuchsmusiker John Berta eingeladen. Nach dem Konzert feierte die versammelte Monsterschar noch eine ausgelassene Halloween-Party, bei der auch das beste Kostüm prämiert wurde. Keine leichte Entscheidung an diesem gruseligen Abend.

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