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Aus der Stadt Jahrestag an der Bratwurstbude
Hannover Aus der Stadt Jahrestag an der Bratwurstbude
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21:01 12.11.2015
Von Conrad von Meding
Eigentümerfamilie und Geschäftsführer 
(v. l.): Peter und Uschi Hansen, Lorenz Hansen und Frank Eretge. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Statt eines Redepults stand eine Baustellenbratwurstbude auf der Baustellenbühne, und dort plauderte der Baustellenbräter (Matthias Brodowy) mit den Gästen: Oberbürgermeister Stefan Schostok („Bitte keine Currywurst, ich habe in China zu viel gegessen“), Ministerpräsident Stephan Weil, natürlich die Geschäftsführer Lorenz Hansen und Frank Eretge, aber auch Mitarbeiter, Azubis und Betriebsräte. Ohne diese Mischung wäre es nicht Gundlach gewesen.

Das Unternehmen hat in Hannover schon vor dem letzten Krieg viel gebaut und danach alles noch mal aufgebaut – und noch viel mehr dazu. Das Anzeiger-Hochhaus etwa oder das DGB-Haus, Wohnsiedlungen und Bürokomplexe und auch besondere Bauwerke. Derzeit wird die Buchholzer Mühle totalsaniert, auch die Kuppel des Wasserturms in Leinhausen haben Gundlacher geschweißt. Kerngeschäft sind Wohnungen, Gundlach baut und vermietet, aktuell etwa in der Lister Siedlung „Vier“.

Dass sie Häuser bauen können, haben die Gundlachs 125 Jahre lang bewiesen. Am Donnerstag haben sie gezeigt, dass sie auch feiern können. Mit 500 Gästen im Pavillon. Und ohne eine einzige Rede.

Schostok hob besonders das soziale Engagement hervor. Schon unter dem langjährigen Chef Peter Hansen hat Gundlach stets andere am Gewinn teilhaben lassen. Ein Frauenhaus wurde gebaut und das Café Carrée im Roderbruch, die Vielharmonie für Musikstudenten, für die sich Prof. Ursula Hansen engagiert. Die aktuellen Geschäftsführer setzen das fort. Zwei große Flüchtlingsheime stellt Gundlach der Stadt zur Verfügung. Zum Jahrestag wurde ein Haus in Ahlem gekauft, das für ein Jugendprojekt umgebaut wurde – indem alle Mitarbeiter, auch die mit Bürojobs, je einen Tag Hand anlegten. Zur Belohnung gab es einen Betriebsausflug nach Amsterdam.

Am Donnerstag aber wurde gefeiert. Mit liebevoll designten Lounges (sogar die Bierdeckel waren eigens gefertigt), mit Suppenschüsseln in Atika-Betonmischern und zweifelhaft-schlüpfrigen Würth-Baustellenkalendern in der Pavillon-Herrentoilette. Gut, dass es bis zum 150. nicht mehr lange hin ist.     

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