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Aus der Stadt Ein exklusiver Ausblick
Hannover Aus der Stadt Ein exklusiver Ausblick
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00:15 11.09.2013
1818 war der Bau der Waterloosäule an den Kosten gescheitert, wurde er 1825 in Verbindung mit der Umgestaltung der Umgebung zum Exerzierplatz wieder aufgegriffen.
1818 war der Bau der Waterloosäule an den Kosten gescheitert, wurde er 1825 in Verbindung mit der Umgestaltung der Umgebung zum Exerzierplatz wieder aufgegriffen. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

 Seit Ende der neunziger Jahre ist das 46 Meter hohe Bauwerk auf dem Waterloo-Platz nur sporadisch für Besucher zugänglich. Christina Tigges-Wilke gehörte mit ihrer Familie zu den Ausgelosten aus dem HAZ-Gewinnspiel, die als erste die enge Wendeltreppe erklimmen durften. Ihre beiden Söhne Christoph und Florian drängten sofort ans Geländer, das in Richtung Stadion zeigt, kaum hatten sie nach 190 Stufen die schmale Aussichtsplattform betreten. „Wir finden Türme richtig super, weil man so weit schauen kann“, sagte der 10-jährige Christoph.

Vor 200 Jahren endete die zehnjährige Besetzung Hannovers durch die Franzosen. Patriotische Bürger sammelten für ein Monument. Am Tag des offenen Denkmals wirft die HAZ einen Blick in die Waterloosäule.

Die anderen Besucher scharten sich nach und nach um HAZ-Redakteur Conrad von Meding, der interessante Anekdoten über die Bauwerke zu erzählen wusste, die im Stadtbild zu erkennen waren. Das Welfenschloss etwa, jetzt Hauptsitz der Leibniz-Universität, ist im englischen Tudor-Stil erbaut worden, der damals noch die Verbindungen des hannoverschen Königshauses zur britischen Krone unterstreichen sollte.

Bis in die Neunziger bot der Freundeskreis Hannover, der damals noch Verkehrsverein hieß, an Sonn- und Feiertagen mit gutem Wetter den Aufstieg auf die Säule an – für einen Groschen pro Besucher. Das rentierte sich irgendwann aber finanziell nicht mehr und so wurde die Säule für die Öffentlichkeit geschlossen. Zuletzt bekam die Victorienstatue 2011 Besuch – von HAZ-Lesern, die bei der Aktion „Adventstürchen“ gewonnen hatten.

Die Waterloosäule war am Sonntag nicht das einzige Denkmal, das Besuchern am Tag des offenen Denkmals exklusive Einblick gewährte.

Die Waterloosäule war jedoch nicht das einzige Denkmal, das Besuchern am Tag des offenen Denkmals exklusive Einblick gewährte. Neben mehreren Kirchen und dem Kalkringbrennofen in Limmer zeigte sich auch der Gartenfriedhof in der Marienstraße zum ersten Mal in vielen Facetten. So gab etwa Gartendenkmalpfleger Andreas von Hoeren einen kurzen historischen Überblick über den stillgelegten Friedhof, der Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt worden war. Pastor Dietmar Dohrmann freute sich über das Interesse der Besucher. „Die Gemeinde der Gartenkirche hat bisher sehr zurückgezogen existiert – jetzt wollen wir mehr nach außen wirken“, sagte der Pastor.

In der Christuskirche konnten die Besucher ein ungewöhnliches Konzert erleben. Während Musiker Hans Marathon mitten in der Baustelle Gitarre spielte, malte Künstlerin Claudia Kudlinski auf dem iPad ein passendes Bild.

Von Isabel Christian

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