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Aus der Stadt Haft für dreisten Betrug mit Handys und Barauszahlungsverträgen
Hannover Aus der Stadt Haft für dreisten Betrug mit Handys und Barauszahlungsverträgen
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14:19 08.12.2012
Von Michael Zgoll
Für den dreisten Betrug wurde der Täter zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Dabei nutzte B. schamlos die Dummheit und Naivität von einigen Männern aus seinem Bekanntenkreis aus, die meisten von ihnen Hartz-IV-Empfänger wie er selbst. Diese schlossen auf ihre eigenen Namen sogenannte Barauszahlungsverträge für Handys ab (die HAZ berichtete); unmittelbar nach Vertragsabschluss kassierte der Täter Geld und Telefone ein. Der mit B. angeklagte Delil T. kam mit sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie hundert Stunden gemeinnütziger Arbeit davon. Ihm konnte das Gericht nur in einem Fall eine Mittäterschaft nachweisen.

Ursprünglich waren die beiden türkischstämmigen Männer aus Burgdorf wegen räuberischer Erpressung angeklagt worden. Es stand der Vorwurf im Raum, dass sie ihre Opfer im Jahre 2009 unter Androhung von Gewalt gezwungen hatten, die Barauszahlungsverträge in Lehrte und Burgdorf abzuschließen. Telefongesellschaften wie T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus wollen Kunden zum Abschluss von Zweijahresverträgen verleiten, indem sie ihnen zusätzlich zu einem neuen Mobiltelefon bares Geld versprechen. Unter dem Stichwort Barauszahlungsverträge stößt man im Internet auf Annoncen, die Summen bis zu 1000 Euro pro Vertrag versprechen; die monatlichen Raten sind entsprechend hoch.

Im Laufe der Hildesheimer Verhandlung stellte sich heraus, dass Gewalt nicht angewendet wurde und auch gar nicht erforderlich war. In der Urteilsbegründung hob der Vorsitzende Richter Ulrich Pohl mehrfach hervor, dass die drei Opfer intellektuell überfordert waren, bar jeden Selbstbewusstseins und von Natur aus ängstlich: „Sie haben es den Betrügern leicht gemacht.“ Der 29-jährige Hauptangeklagte habe zudem ein hohes Maß „manipulativer Fähigkeiten“ an den Tag gelegt; nur in dieser Konstellation konnte es gelingen, dass seine gutgläubigen Bekannten in mehreren Unterhaltungselektronikgeschäften und Handyläden Verträge abschlossen, die ihnen bis heute nichts weiter als viel Ärger und einen erheblichen Berg an Schulden eingebracht haben.

„Man glaubt es kaum“, entfuhr es Richter Pohl bei der Rekonstruktion eines Falls. Die Opfer vertrauten Erdal T., als er ihnen versprach, dass er alle Verträge wieder löschen werde - wenn sie ihm nur Handys, Bargeld, Sim-Karte und alle Unterlagen aushändigen würden. Getoppt wurde dies noch von dem Ammenmärchen, dass eine Löschung des Vertrags - die natürlich nie stattfand - ebenfalls Geld koste. Eines der Opfer lieh sich daraufhin im Bekanntenkreis und von der eigenen Schwester noch einmal 985 Euro, die T. ebenfalls nie zurückzahlte. Daneben ergaunerten die Betrüger knapp 20 Telefone und kassierten Barbeträge zwischen 150 und 300 Euro pro Vertrag.

Mit dreieinhalb Jahren Haft für gewerbsmäßigen Betrug komme der Hauptangeklagte, so stellte Richter Pohl abschließend fest, „noch gut weg“. Eine Verurteilung wegen räuberischer Erpressung hätte ihm fünf bis sechs Jahre Freiheitsentzug beschert.

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