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Aus der Stadt 240 Teilnehmer bei Hagida-Veranstaltung
Hannover Aus der Stadt 240 Teilnehmer bei Hagida-Veranstaltung
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07:16 27.01.2015
Insgesamt 240 Teilnehmer der Hagida-Kundgebung hat die Polizei am Opernplatz gezählt. Quelle: Philipp von Ditfurth
Großeinsatz der Polizei: Zum zweiten Mal in wenigen Wochen gingen Hagida-Anhänger Ende Januar in Hannover auf die Straße. Ein breites Bündnis protestierte gegen die umstrittene Veranstaltung.

+++ 21.44 Uhr: Die Polizei hat nochmals die Zahlen aktualisiert: 240 Hagida-Teilnehmer, 2000 Gegendemonstranten und 1000 Teilnehmer der Kundgebungen in und vor der Marktkirche.

+++ 21.20 Uhr: Die Polizei hat am Ende Pfefferspray eingesetzt, um einige Autonome an gewalttätigen Übergriffen zu hindern. Es gab noch weitere Festnahmen, nach der Abreise der Hagida-Teilnehmer löste sich aber auch die Versammlung der gewaltbereiten Gegendemonstranten auf, und in Hannover kehrte langsam Ruhe ein.

+++ 21.03 Uhr: Mehrere Hundertschaften der Polizei sind nun im Bahnhof postiert. Sie haben den Zugang zu den Gleisen 13 und 14 sowie den Durchgang zum Raschplatz abgeriegelt, damit die Hagida-Anhänger mit dem Zug oder Stadtbahn unbehelligt von den Gleisen gen Heimat fahren können.

 

Protest gegen Hagida: Die Bilder der Demonstration gegen die hannoversche Pegida-Veranstaltung.

+++ 20.58 Uhr: Die Autonomen sind zum Bahnhof gezogen, um den rechtsgerichteten Demonstranten vor der Abfahrt von deren Zügen nach Hause aufzulauern.

+++ 20.47 Uhr: Die Polizei fährt zwar ihre Einsatzwagen vom Opernplatz weg, doch nun fängt für die Beamten die Verlängerung an: Sie müssen verhindern, dass sich einzelne kleine Gruppen von Autonomen sowie Neonazis und Hooligans in der Innenstadt jagen und aufeinander losgehen.

+++ 20.40 Uhr: Als die Gegendemonstranten auf dem Weg zum Kröpcke sind, spielt vor der Parfümerie Liebe ein Saxfonist „Der Mond ist aufgegangen“.

+++ 20.38 Uhr: Die Gegendemonstration ist nun aufgelöst, die Teilnehmer gehen Richtung Kröpcke. Nach den Scharmützeln und den Böllerwürfen scheinen die Demonstrationen dann doch ohne größere Zwischenfälle zu Ende zu gehen.

+++ 20.34 Uhr: Mit Lautsprecherdurchsagen bittet die Polizei die Gegendemonstranten, den Platz der Weltausstellung zu räumen, da die Hagida-Veranstaltung beendet sei. Doch nur einige wenige verlassen das Geschehen.

+++ 20.22 Uhr: Von der Polizei begleitet, ziehen die Neonazis davon. Auf Seiten der Linken scheint es einige Festnahmen gegeben zu haben.

+++ 20.18 Uhr: Des Weiteren fliegen Eier und Tomaten. Von den gewaltbereiten Störern abgesehen war es eine weitgehend friedliche Veranstaltung.

+++ 20.14 Uhr: Die Hagida-Teilnehmer haben ihre Plakate eingepackt und schnell das Weite gesucht. Nun stehen sich linke Gegendemonstranten und Neonazis gegenüber. Knallkörper fliegen aus dem Block der Autonomen.

+++ 20.11 Uhr: Die Hagida-Veranstaltung ist offiziell beendet.

+++ 20.09 Uhr: Hagida-Anhänger und Gegendemonstranten stehen sich direkt gegenüber und skandieren ihre Sprüche – getrennt von einem massiven Polizeiaufgebot.

+++ 20.07 Uhr: Der Zug ist bereits in der Osterstraße. Zum Platz der Weltausstellung ist es nicht mehr weit.

+++ 20.05 Uhr: Der sogenannte Spaziergang hat begonnen. Die Hagida-Teilnehmer skandieren "Wir sind das Volk". Es ist aber auch der Nazi-Slogan "Hier marschiert der nationale Widerstand" laut und deutlich aus den Reihen zu hören.

+++ 20.02 Uhr: Die Hagida-Teilnehmer formieren sich zu ihrem Marsch zum Platz der Weltausstellung. Gleich wird die Kundgebung auf dem Opernplatz beendet sein.

+++ 19.57 Uhr: Als die Hooligans und Neonazis am Opernplatz eintreffen, unterbricht Hagida-Redner Friedemann Grabs seine Ausführungen und sagt: „Mit Neonazis wollen wir nichts zu tun haben.“

+++ 19.50 Uhr: Plötzlich ist eine größere Gruppe von anscheinend Nazis und Hooligans am Opernplatz aufgetaucht. Sie grölen nationalistische Sprüche und treten aggressiv auf, sind aber von der Polizei eingekesselt. Der Trupp hat sich am Bahnhof getroffen und ist von der Polizei zum Opernplatz eskortiert worden.

+++ 19.46 Uhr: Die Osterstraße ist mit drei Reihen Polizei-Bullis und einem massiven Aufgebot gesichert. Die Ordnungshüter wollen in jedem Fall vermeiden, dass gewaltbereite Gegendemonstranten und Hagida-Anhänger aufeinandertreffen.

+++ 19.42 Uhr: Thomas Rochell, Hannovers Polizei-Vizepräsident ist am Platz der Weltausstellung angekommen, um sich ein Bild der Lage zu machen. 

+++ 19.35 Uhr: Die Polizei zieht ihre Kräfte an der Ecke Osterstraße/Karmarschstraße zusammen, weil sich die Gegendemonstranten dort aufstellen.

+++ 19.29 Uhr: Die Polizei spricht nun von 150 Hagida-Anhängern. Die sind aber kaum zu verstehen, weil eine Gruppe Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen ordentlich Lärm macht.

+++ 19.25 Uhr: Die Situation an der Oper hat sich entspannt: Die Demonstranten aus dem autonomen Block, die den Zugang zur Hagida-Veranstaltung versperrten, sind weggegangen. Anscheinend sind sie schon auf dem Weg zum Platz der Weltausstellung, den die Hagida-Anhänger gleich bei ihrem "Spaziergang" erreichen wollen.

+++ 19.17 Uhr: Jasmin Arbabian-Vogel, Organisatorin der DGB-Gegendemonstration, gibt im abgesperrten Bereich Interviews für Fernsehsender – etwa 20 Meter von der Hagida-Demonstration entfernt.

 

 

Gibt Interviews in Sichtweite der Hagida-Kundgebung: Jasmin Arbabian-Vogel, Organisatorin der DGB-Gegendemonstration. Quelle: Jörn Kießler

+++ 19.11 Uhr: Bei der Hagida-Veranstaltung sind die Demonstrationsauflagen verlesen. Nun herrscht gespenstische Stille auf beiden Seiten, berichtet der Polizeireporter.

+++ 19.10 Uhr: Die Polizei verkündet neue Zahlen: 80 Hagida-Teilnehmer vor der Oper, 500 bei der Andacht in der Marktkirche – da die Kirche aber überfüllt war, müssen es deutlich mehr gewesen sein –, 500 Teilnehmer bei der Kundgebung vor der Marktkirche und 500 Gegendemonstranten bei Peek & Cloppenburg.

+++ 19.05 Uhr: Die Hagida-Kundgebung hat nun im strömenden Regen begonnen.

+++ 19.04 Uhr: Weitere Hagida-Anhänger treffen ein: Zumeist ältere Männer in regenabweisender Kleidung, berichtet der Polizeireporter.

+++ 19.02 Uhr: Die Polizei greift durch und führt den ersten autonomen Gegendemonstranten ab.

Die Polizei führt den ersten Gegendemonstranten ab. Quelle: Jörn Kießler

+++ 19.01 Uhr: Mehrere Hundert Menschen versammeln sich vor der Marktkirche, um gegen Hagida zu demonstrieren: "Keine Toleranz für Intoleranz!", ruft Redner Dirk Schulze von der IG Metall.

+++ 18.59 Uhr: Die Gegendemonstranten der Autonomen rangeln weiter mit der Polizei am Eingang der Hagida-Demonstranten. Die Polizei hat deshalb einen zweiten Eingang für die Hagida-Demonstranten aufgemacht.

+++ 18.53 Uhr: Mit dem Segen von Superintendet Hans-Martin Heinemann endet die Andacht in der Marktkirche. Hunderte versammeln sich anschließend vor der Marktkirche zur DGB-Kundgebung.

+++ 18.51 Uhr: Die Polizei hat mittlerweile rund 100 Hagida-Anhänger und drei Deutschlandfahnen auf dem Opernplatz gesichtet.

+++ 18.47 Uhr: Erwartungsgemäß lässt sich die Polizei die Blockade des Zugangs vom Opernplatz nicht gefallen und versucht die Gegendemonstranten dort wegzuschieben. Es kommt zu ersten Rangeleien.

+++ 18.44 Uhr: Etwa 50 Anhänger des sogenannten Schwarzen Blocks der Autonomen haben sich am Opernplatz an der Stelle aufgebaut, wo die Hagida-Anhänger später zur ihrer Demo losziehen wollen, und blockieren den Ausgang. Sie skandieren auf Spanisch: "Sie werden nicht vorbeikommen."

+++ 18.40 Uhr: Zu den Gegendemonstranten an Georgstraße/Ständehausstraße in Sichtweite der Oper haben sich nun auch Vertreter der SPD und der Spaß-Partei Die Partei eingefunden.

+++ 18.34 Uhr: Vor der Oper ist die Schar der Hagida-Anhänger auf 50 angewachsen. Derzeit bauen sie eine Lautsprecheranlage in einem VW-Bulli auf. Vor zwei Wochen hatten sie noch keinen richtigen Lautsprecher.

+++ 18.31 Uhr: An der Ecke Ständehausstraße/Georgstraße haben sich etwa 200 Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum versammelt. Die Polizei hat einige aufgefordert, die Vermummung abzunehmen.

+++ 18.27 Uhr: Erste Demonstranten der DGB-Kundgebung postieren sich mit ihren Spruchbändern vor der Kirche und trotzen dem Regen.

+++ 18.18 Uhr: Das Wetter lädt nicht gerade zum Demonstrieren ein: Der Opernplatz hat sich bisher nicht gefüllt, berichtet der HAZ-Polizeireporter. Auch Gegendemonstranten sind nicht in Sicht.

+++ 18.10 Uhr: Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann eröffnet in der überfüllten Marktkirche das interreligiöse Friedensgebet: "Wir zeigen, dass Flüchtlinge, die vor Krieg und Hunger, vor Not und Elend flüchten, willkommen sind."

+++ 17.58 Uhr: Etwa 500 Menschen haben sich in der Marktkirche eingefunden, darunter Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau. 35 Demonstranten stehen vor der Kirche. Auf dem Opernplatz haben sich die ersten 25 Demonstranten eingefunden.

+++ 17.55 Uhr: Der 24-jährige Meikel Theis hat sich eine schwarz-rot-goldene Flagge umgeschlungen, um in der Marktkirche ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen: "Unsere Fahne gehört nicht nur Pegida, sondern dem ganzen Volk", sagt der Mann aus Mittelfeld.

 

Mit einer umgehängten Deutschlandfahne sitzt dieser Mann in der Marktkirche. Unklar ist, ob er nach dem Gebet weiter zum Opernplatz ziehen will. Quelle: Simon Benne

+++ 17.50 Uhr: Um 18 Uhr beginnt die vom DGB organisierte Gegendemo „Bunt statt braun – Licht aus für Rassisten“ mit einem Gebet in der Marktkirche. Anschließend gibt es eine Versammlung vor dem Gotteshaus, jedoch keinen Demonstrationszug.

+++ 17.40 Uhr: Update zu den Geschäftsschließungen: In der Osterstraße haben viele Geschäfte geschlossen, wie das Reformhaus Bacher und Betten Raymond, an der Georgstraße sind dagegen noch die meisten Läden geöffnet. Sport Scheck will seine Türen heute um 19 Uhr abgesperren.

Kein Durchkommen: Die Polizei hat bereits am Nachmittag begonnen, Teile der Innenstadt abzuriegeln. Quelle: Michael Thomas

+++ 17.38 Uhr: Vor zwei Wochen hatte sich allerlei Prominenz – wie Altkanzler Gerhard Schröder – in der Marktkirche eingefunden, um ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Mal sehen, wer heute davon wiederkommt.

+++ 17.31 Uhr: Bereits jetzt ist der Weg vom Aegi in die Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger blockiert: Ab der Bar „Oscar´s“ geht es nicht weiter. Wenn später die Hagida-Demonstranten losmarschieren wollen, werden auch Windmühlenstraße und Ständehausstraße abgeriegelt.

+++ 17.29 Uhr: Die Marktkirche füllt sich zusehends. Mireille Gloryan fährt in ihrem Rollstuhl in die Kirche: "Man muss den Anfängen des Naziterrors wehren", sagt sie: "Menschen dürfen nicht diskriminiert werden."

+++ 17.24 Uhr: Die Oper selbst hat wieder das weiße Plakat mit der Aufschrift „Gegen Rassismus“ herausgehängt. Später soll wieder ein Laser-Pointer Sprüche auf das Gebäude projizieren.

+++ 17.16 Uhr: Der Opernplatz ist komplett mit Gittern abgeriegelt. Das Sicherheitsaufgebot ist nach Einschätzung von Polizei-Reporter Tobias Morchner viel größer als vor zwei Wochen. Auch aus anderen Städten wie Oldenburg sind Beamte zur Unterstützung nach Hannover gekommen.

Polizisten aus ganz Niedersachsen sollen ein Aufeinandertreffen der Demonstranten verhindern. Quelle: Michael Thomas

+++ 17.08 Uhr: Bereits eine Stunde vor Beginn des interreligiösen Friedensgebets haben sich erste Besucher ihre Plätze in der Marktkirche gesichert: "Vor zwei Wochen war es so voll, dass man gar nicht mehr in die Kirche hinein gekommen ist", sagt der 78-jährige Gerda Hoppe. Es sei ihr wichtig, heute erneut ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit zu setzen: "In unserem Haus in Linden leben Menschen verschiedenster Herkunft, auch Muslime – und es klappt wunderbar."

45 Minuten vor Beginn der Gebete in der Marktkirche füllen sich die Bänke. Quelle: Simon Benne

+++ 17.06 Uhr: Der Kröpcke ist ebenfalls gesperrt. Die Buslinien 100 und 200 werden nun über die Prinzenstraße zum Aegi umgeleitet.

+++ 17.01 Uhr: Die Polizei zeigt massive Präsenz in der Innenstadt. Am Opernplatz sind Absperrgitter aufgebaut. Osterstraße und der Platz der Weltausstellung sind abgeriegelt.

+++ 16.48 Uhr: Die ersten Geschäfte in der Innenstadt haben bereits geschlossen: Einige kleinere haben bereits um 15 Uhr den Betrieb eingestellt, größere Läden überlegen noch, ob sie die Öffnungszeiten verkürzen sollen. Sport Scheck etwa schließt bereits um 19 Uhr.

Bereits am Nachmittag haben die ersten Geschäfte in der Innenstadt geschlossen. Quelle: Michael Thomas

+++ 16.21 Uhr: Stunden vor den Demonstrationen hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 angekündigt, das erste Heimspiel der Rückrunde am 3. Februar gegen Mainz 05 für eine Aktion gegen Rassismus zu nutzen. "Fremdenfeindlichkeit und Rassismus finden bei uns in Hannover keinen Platz. Braun gehört nicht zu den Farben von Hannover 96. Ganz im Gegenteil: Hannover ist bunt", sagte 96-Präsident Martin Kind.

tm/jki/be/sbü

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