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Aus der Stadt Razzia bei der Handwerkskammer
Hannover Aus der Stadt Razzia bei der Handwerkskammer
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00:15 13.06.2014
Von Karl Doeleke
Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag Unterlagen in den Räumen der Handwerkskammer Hannover beschlagnahmt. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Es besteht der Verdacht, dass mit einem Dienstwagen unzulässig Privatfahrten unternommen wurden“, sagte gestern Staatsanwältin Kathrin Söfker. Ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Hannover habe nicht vollstreckt werden müssen. Die Handwerkskammer habe die Unterlagen – Terminkalender der Beschuldigten sowie Tankquittungen – freiwillig herausgegeben.

Eine Sprecherin der Kammer bestätigte den Besuch am Dienstagvormittag. Die Handwerkskammer Hannover habe den Ermittlern die geforderten Unterlagen unverzüglich ausgehändigt. In der Sache wollte sich die Kammer zu den Vorwürfen aber nicht äußern.

Im Vordergrund der Ermittlungen steht der Verdacht, dass sich Heitmüller und Ernsting mit einem S-Klasse-Mercedes der Kammer, der ausschließlich für dienstliche Zwecke genutzt werden durfte, zu privaten Terminen haben fahren lassen. Beide sollen sich in der S-Klasse etwa zu Treffen der Rotarier oder nach Hause haben bringen lassen. Auch weitere Ziele, die ebenfalls mit Kammeraufgaben nichts zu tun haben, sollen dann im Fahrtenbuch verschleiert worden sein.

Ehrenpräsident Heitmüller wies den Verdacht zurück: „Ich habe keine Wagen zu privaten Zwecken genutzt“, sagte er der HAZ. Hauptgeschäftsführer Ernsting ließ über seinen Rechtsanwalt Matthias Waldraff ausrichten, die Vorwürfe gegen seinen Mandanten seien „Unsinn“. Ernsting habe „immer nach bestem Gewissen gehandelt“.

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