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Aus der Stadt Hannoccino in der Winteredition
Hannover Aus der Stadt Hannoccino in der Winteredition
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00:18 18.12.2017
Aaron Jahnke von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur, Tanja Larsson vom Zoo und Mathias Quast von Aha präsentieren den Winterbecher. 
Aaron Jahnke von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur, Tanja Larsson vom Zoo und Mathias Quast von Aha präsentieren den Winterbecher.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

 35.000 Exemplare vom normalen Hannoccino-Mehrwegbecher hat der Abfallzweckverband Aha seit dem Start Mitte August bisher in Umlauf gebracht, für die Winteredition kommen noch einmal 20.000 hinzu. Sie zeigen statt einer schwarzen eine weiße Stadtsilhouette mit rieselnden Schnneflocken, Rentieren und einer Nanaskulptur mit Bommelmütze. Erstmals ausgegeben werden sie am Sonntag beim Heimspiel des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 in der HDI-Arena sowie ebenfalls am Sonntag in einer limitierten Auflage von 500 Stück von 17 Uhr an im Zoo. Dort veranstalten die Organisatoren des Winterzoos aus diesem Anlass ein sogenanntes Rudelsingen mit Til von Dombois und seiner Band. Wer einen Hannoccino erwirbt, darf ihn einmal kostenlos mit Kaffee, Glühwein oder Kakao füllen.

Der Mehrwegbecher soll die Flut der umweltschädlichen Einwegbecher für Heißgetränke eindämmen. Er kostet eine Pfandgebühr von 2 Euro. Insgesamt ist er mittlerweile an 130 Ausgabestellen erhältlich; hauptsächlich Bäckereien und Cafés, mittlerweile aber auch einigen Tankstellen. Der Zoo steigt von Januar ebenfalls nach und nach auf das Pfandsystem um. „Wir werden vorhandene Einwegbecher aufbrauchen, aber keine neuen mehr nachkaufen“, kündigt der Tierpark an. 

Der Hannoccino besteht aus kompostierbaren Baumrindensaft. Das gilt aus hygienetechnischen Gründen bisher nicht für den Deckel, den es nur in der Kunststoff-Variante gibt. „Viele Nutzer wünschen sich etwas Ökologischeres“, sagt Aha-Sprecherin Helene Herich. Im Januar soll nun eine Mehrweglösung auf den Markt kommen, die aus Silikon besteht. Auch ein Einwegmodell will Aha beibehalten. „Ein kompostierbarer Biodeckel aus chinesischer Produktion hat sich nicht als temperaturstabil erwiesen, was bei Heißgetränken problematisch ist“, sagt Herich. Jetzt schaue man, ob es etwas Vergleichbares, aber Haltbareres in Europa gebe.

Von Bernd Haase