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Aus der Stadt Ein unbemerktes Jubiläum
Hannover Aus der Stadt Ein unbemerktes Jubiläum
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07:36 25.06.2013
Von Juliane Kaune
200 Quadratmeter Kunst: Das Bargheer-Mosaik. Quelle: Surrey
Hannover

Die Stadt hat bis dato nicht darauf hingewiesen, dass sich dieses Ereignis am 25. Juni zum 50. Mal jährt.Dass dieser Tag nicht in Vergessenheit gerät, ist dem Hinweis von HAZ-Leser Michael Gäbler zu verdanken. Er kennt sich aus: Gäbler ist der Autor der „Wikipedia“-Seite, die im Internet über das Mosaik und seine Geschichte informiert.

In die Schlagzeilen geriet das markante, aus bunten Glassteinen bestehende Kunstwerk zuletzt in den Jahren 2005 und 2006. Seinerzeit musste es den Standort wechseln, weil das Stadion für die Fußballweltmeisterschaft umgebaut wurde. Heute ist das Mosaik, auf dem Läufer, Fußballer, Radfahrer und andere Sportler zu sehen sind, auf dem Stadionvorplatz am Südeingang am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg zu finden. Die Jahrzehnte zuvor prangte es an einer Turnhalle hinter der Osttribüne, die wegen des Stadionumbaus abgerissen werden musste. Zeitweise war darum sogar der Bestand des knapp 200 Quadratmetern großen Mosaiks gefährdet, das bundesweit zu den bedeutendsten Kunstwerken an Gebäuden zählt. Doch der Denkmalschutz und der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg setzten sich für den Erhalt ein. In einem aufwendigen Verfahren wurden die Steine abgetragen und schließlich an neuer Stelle wieder zusammengefügt. Die Kosten für die 300 000 Euro teure, mehrmonatige Rettungsaktion trug Stadionbetreiber Hannover 96.

HAZ-Leser Gäbler hat darüber hinaus weniger bekannte Details zusammengetragen. Zum Beispiel, dass das Mosaik ursprünglich von dem weltbekannten französischen Künstler Fernand Léger gestaltet werden sollte. Alle Vorarbeiten waren bereits getroffen, als er 1955 starb. Daraufhin kam der Hamburger Eduard Bargheer zum Zuge, empfohlen von Kunst-Mäzen Bernhard Sprengel. Gäbler macht auch darauf aufmerksam, dass das Sprengel Museum jenseits der Öffentlichkeit eine Mini-Variante des Mosaiks verwahrt. Es lagert im Museumsdepot, ist nur 1,65 Meter breit und 71,5 Zentimeter hoch und zeigt lediglich einen der Sportler des großen Originals. Und zwar die siebte Figur von links.

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