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Aus der Stadt Hannover 96 von Mitarbeiter betrogen?
Hannover Aus der Stadt Hannover 96 von Mitarbeiter betrogen?
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00:15 17.11.2013
Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnung eines Mitarbeiters von Hannover 96 durchsucht. Quelle: Symbolfoto
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Hannover

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen 48-jährigen Mitarbeiter von Hannover 96. Die Strafverfolger werfen dem Mann Betrug und Missbrauch von Dokumenten vor. Der Verdächtige soll den Klub durch gefälschte Rechnungen um 25 000 Euro betrogen haben. Der Mitarbeiter wurde vom Verein vorübergehend freigestellt. 96-Präsident Martin Kind war von der erneuten Unruhe im Verein, die derartige Ermittlungen mit sich bringen, nicht begeistert: „So etwas kommt in jedem Unternehmen mal vor. Aber es passt bei uns zurzeit überhaupt nicht rein.“

Ende 2011 hatte der Verdächtige im Stadion einen Personalausweis gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er mit diesem Dokument ein Konto bei einer Internetbank eröffnete. „Dabei gab er den Namen auf dem Ausweis, aber seine richtige Adresse an“, sagt Behördensprecher Oliver Eisenhauer. Über dieses Konto stellte er im Lauf eines Jahres immer wieder Rechnungen an den Verein. Das Geld sollte für Wartungsarbeiten an Aufzügen bei 96 überwiesen werden, die nie ausgeführt worden waren. Da das Unternehmen, in dessen Namen der 48-Jährige die Rechnungen stellte, tatsächlich existiert, schöpfte zunächst niemand Verdacht. Nach und nach erleichterte der Verdächtige auf diese Weise den Fußballklub um 25.000 Euro.

Bislang ist unklar, wie der Betrug schließlich aufflog und wofür der 48-Jährige das Geld illegal zur Seite geschafft hat. Fest steht, dass am Donnerstagmorgen sieben Polizisten im Auftrag der Staatsanwaltschaft das Büro des Mannes und dessen Privatwohnung durchsuchten. „Dabei wurde unter anderem ein Rechner, ein Laptop und eine Ec-Karte beschlagnahmt“, sagt Staatsanwalt Eisenhauer. Die Auswertung der sichergestellten Beweisstücke wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Erst danach steht fest, ob der 48-Jährige mit dem falschen Konto und dem gefundenen Personalausweis noch andere Straftaten verübt hat. Denn darauf deutet ein weiterer Fund in der Wohnung des 96-Mitarbeiters hin: Bei der Durchsuchung stießen die Fahnder auch auf Originaltrikots von Hannover 96, die alle noch verpackt waren. „Es handelt sich um eine hohe zweistellige Zahl an Trikots. Bislang können wir nicht sagen, was es damit auf sich hat“, sagt der Staatsanwalt.

Die letzte Razzia bei Hannover 96 liegt schon eine Weile zurück. Im Jahr 2008 durchsuchten Fahnder die Räume des Fußballklubs. Ein 96-Mitarbeiter war damals ins Visier der Braunschweiger Staatsanwaltschaft geraten. Er stand im Verdacht, VIP-Tickets und handsignierte Trikots an einen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) übergeben zu haben. Im Gegenzug soll der ASB-Mitarbeiter Blankobescheinigungen für die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen für Spieler von Hannover 96 ausgestellt haben, um den Fußballprofis die Teilnahme an einem solchen Kurs zu ersparen. Sie ist erforderlich, wenn ein im Ausland ausgestellter Führerschein in Deutschland umgeschrieben werden soll.

Von Tobias Morchner 
und Christian Purbs

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