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Aus der Stadt Hannover 96 spendet 3000 Euro
Hannover Aus der Stadt Hannover 96 spendet 3000 Euro
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00:16 15.12.2017
Erbsensuppe und Würstchen: Johnson Controls Geschäftsführer Johann-Friedrich Dempwolff (v.r.), 96-Chef Martin Kind und Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes helfen bei der ökumenischen Essensausgabe. 3000 Euro hat Hannover 96 an die Ausgabe gespendet. 
Erbsensuppe und Würstchen: Johnson Controls Geschäftsführer Johann-Friedrich Dempwolff (v.r.), 96-Chef Martin Kind und Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes helfen bei der ökumenischen Essensausgabe. 3000 Euro hat Hannover 96 an die Ausgabe gespendet.  Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

 Die Luft in den Räumen der Heilsarmee riecht nach Erbsensuppe, Würstchen und Mandarinen, als sich immer mehr Menschen in die Schlange der Essensausgabe reihen. Normalerweise verteilen hier Mitarbeiter der Diakonie das Essen an Obdachlose und bedürftige Menschen, manchmal aber auch bekannte Gäste: „Wer bekommt das denn hier“, fragt Martin Kind, Clubchef von Hannover 96, als er einen Teller mit Suppe über die Theke der Essensausgabe reicht. Gemeinsam mit Johann-Friedrich Dempwolff, dem Geschäftsführer von Johnson Controls, hilft Kind bei der Ausgabe mit. „Wir haben in diesem Jahr auf den analogen Versand unserer Weihnachtspost verzichtet“ erklärt Kind. 3000 Euro kamen so zusammen, die der ökumenischen Essensausgabe helfen sollen. Unter der Marke 96plus – Gemeinsam stark bündelt der Verein seine gesellschaftlichen Projekte. Hauptpartner von 96plus ist Johnson Controls. 

„Die 3000 Euro sind für uns eine Erleichterung – wir sind komplett auf Spenden angewiesen“, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. Mit der Spende von Hannover 96 könne man eine Woche lang Mahlzeiten an Bedürftige herausgeben. „Von Dezember bis März kommen jeden Tag etwa 200 Menschen her, gegen Ende des Monats sind es 300“, sagt Müller-Brandes. Vor allem ehrenamtliche Helfer arbeiten täglich hier. „Dass wir Unterstützung bekommen, tut gut. So sehen wir, dass wir nicht alleine stehen“, sagt der Pastor. Der Besuch von Kind und Dempwolff sei außerdem eine Wertschätzung der Bedürftigen. 

„Es ist schön, dass der 96-Chef mal vorbeigekommen ist“, sagt Detflef Meyer, während er gemeinsam mit anderen Männern an einem langen Tisch sitzt und einen Kaffee trinkt. Der 56-Jährige ist in diesem Jahr zum ersten Mal bei der ökumenischen Essensausgabe. „Man trifft hier alte Bekannte, kennt sich untereinander und kann es sich hier ein bisschen gemütlich machen“, sagt der Staplerfahrer. „Zum Glück gibt es Menschen, die das hier alles machen. Das fühlt sich gut an und ist vielen hier eine große Hilfe.“

Die ökumenische Essensausgabe ist bei der Heilsarmee, Am Marstall 25, bis zum 10. März montags bis sonnabends von 11 bis 13 Uhr geöffnet. 16 000 Mahlzeiten haben die Helfer in der letzten Saison herausgegeben, etwa 2000 mehr als im Vorjahr. Immer mehr Obdachlose und Bedürftige nutzen das Angebot einer kostenlosen Mahlzeit. Mehr Informationen unter Telefon (05 11) 99 04 00.

Von Tomma Petersen