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Aus der Stadt So soll eine neue Passage das Ihmezentrum beleben
Hannover Aus der Stadt So soll eine neue Passage das Ihmezentrum beleben
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00:22 08.05.2018
Beim Tag des Städtebaus stellen Intown-Geschäftsführer Sascha Hettrich (v.li.), OB Stefan Schostok und Verwalter Torsten Jaskulski die Pläne für eine neue Passage durch das Ihmezentrum vor. Quelle: Villegas
Hannover

 Der Ort der Versammlung spiegelt beides wider – Aufbruch und Zerfall. Großflächige Plakate an den Außenwänden des Ihmezentrums zeigen eine bunte, lichtdurchflutete Passage, die sich künftig durch das Gebäude ziehen soll. Doch über den Plakaten ragen Abbruchkanten hervor, in den Nischen der Bauruine sprießt Unkraut. Um am Sonnabend den Tag der Städtebauförderung zu zelebrieren, hat sich die Stadtverwaltung passenderweise das Ihmezentrum ausgesucht. Zwei Millionen Euro aus Bundesmitteln fließen in den kommenden Jahren in den Bau der neuen Passage, eine Million Euro gibt die Stadt Hannover dazu. „Wir wollen den Stillstand im Ihmezentrum überwinden“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) bei der Präsentation des Vorhabens vor etwa 100 Zuhörern.

Die Passage schafft für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Verbindung zwischen Ihmeufer und Blumenauer Straße. Schon jetzt gibt es einen verschlungenen Durchgang – der soll begradigt und ausgebaut werden. „Wir versuchen, den Gang mit natürlichem Licht auszuleuchten“, sagt Planerin Juliane Schonauer. Es solle kein Angstraum entstehen. Zudem können sich kleine Läden entlang der Passage ansiedeln. Im Norden des Ihmzentrums entsteht mit den Mitteln der Bauförderung ein Areal für soziokulturelle Zwecke, etwa für Kulturveranstaltungen.

„Der Durchgang ist ein erster Schritt“, sagt Torsten Jaskulski, Verwalter für die Eigentümerversammlung. Jeder der Wohnungseigentümer warte darauf, dass nach Jahren des Stillstands endlich etwas passiere. Dabei hätten die Eigentümer ihre Hausaufgaben gemacht. „Sie haben im Inneren des Komplexes viel investiert, um die Substanz zu erhalten“, sagt Jaskulski

Jetzt soll auch von außen sichtbar werden, dass ein neuer Wind weht. Der Haupteigentümer der Immobilie, die Firma Intown, will demnächst mit der Fassadensanierung beginnen. „Wir haben ein gutes Konzept und gute Architekten“, sagt Sascha Hettrich, Geschäftsführer bei Intown. Manche Zuhörer murren, sie glauben erst daran, wenn die Baufahrzeuge anrollen. 

Hettrrich betont, dass Intown an langfristigen Investitionen interessiert sei. Keine der erworbenen Immobilien werde schnell wieder abgestoßen. „Ich bin zuversichtlich, dass auch unser Einzelhandelskonzept im Ihmezentrum funktioniert“, sagt er. In einem Teil des Gebäudekomplexes sollen sich Läden ansiedeln. Der Intown-Manager lässt durchblicken, dass es Interessenten für Büroflächen gebe, auch die Stadtverwaltung habe weiteren Bedarf. 

Die Stadtverwaltung will ihren bestehenden Mietvertrag für rund 24.000 Quadratmeter Bürofläche verlängern. Die Miete ist jedoch an Bedingungen geknüpft, unter anderem an die Sanierung der Immobilie.

Von Andreas Schinkel

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