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Aus der Stadt Bezirksrat Nord fordert mehr Geld für Integration
Hannover Aus der Stadt Bezirksrat Nord fordert mehr Geld für Integration
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01:26 10.03.2018
In der Helmkestraße entsteht ein neues Wohnheim für Flüchtlinge, das nach bisherigem Stand Mitte 2018 bezugsfertig ist. Quelle: Clemens Heidrich
Nord

 Der Bezirksrat Nord ringt um jeden Euro, der sich für die Integration von Einwanderern einsetzen lässt. Die Politiker kritisieren eine schlecht gewichtete Verteilung der Budgets, die den Integrationsbeiräten zur Verfügung stehen. Stadtweit bekommen die Integrationsbeiräte in den 13 Stadtbezirken zusammen 100.000 Euro. Seit der Rat der Stadt Hannover diese Beiräte 2009 etabliert hat, bemisst sich der Etat der einzelnen Gremien an der Einwohnerzahl des jeweiligen Stadtbezirks. „Der Verteilungsschlüssel sollte sich danach richten, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund in den Stadtteilen leben. Sinnvoll wäre es auch, den Anteil der Flüchtlinge einzubeziehen“, sagt Monika Neveling, Vorsitzende des Integrationsbeirats Nord.

 In seiner jüngsten Sitzung hat der Bezirksrat Nord einstimmig einen Dringlichkeitsantrag verabschiedet, der genau dies fordert. Die Politiker verweisen darauf, dass im Stadtbezirk Nord 38 Prozent der Bevölkerung Einwanderer sind. Im Nachbarbezirk Herrenhausen-Stöcken liegt der Wert bei fast 39 Prozent. Dagegen sind in Misburg-Anderten nur 25 Prozent der Bürger Migranten, in Döhren-Wülfel macht ihr Anteil 26 Prozent aus. In Stadtteile wie Waldhausen oder Kirchrode fließe anteilig genauso viel Geld für die Arbeit des Integrationsbeirats wie in den Stadtbezirk Nord, so die Kritik. 

„Ich erinnere mich gut, dass wir bereits 2009 auf diese Problematik hingewiesen haben“, sagt Robert Nicholls, Chef der SPD-Bezirksratsfraktion. Es sei angebracht, über den Verteilungsschlüssel neu nachzudenken, betont auch Grünen-Fraktionschef Stefan Winter. „Manche Integrationsbeiräte schöpfen ihr Budget nicht aus.“ 

Die Beiräte setzen sich aus eingewanderten Bürgern und Bezirksratspolitikern zusammen. Vereine und Initiativen beantragen bei ihnen Zuschüsse für Projekte, die Zuwanderer bei der Integration unterstützen. Die Beiräte entscheiden über die Verteilung ihres Budgets, der Bezirksrat gibt die endgültige Zustimmung. 

So hat der Bezirksrat jetzt bewilligt, dass 2700 Euro für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in den insgesamt fünf bestehenden oder bis zum Sommer öffnenden Unterkünften im Bezirk Nord bereit stehen. Der Verein Spokusa erhält 1500 Euro für ein Theaterprojekt mit eingewanderten Frauen, die zwischen 56 und 93 Jahre alt sind. „Einige der Frauen sprechen bisher wenig Deutsch“, berichtet Neveling. Das Stück soll im Herbst im Georgengarten zu sehen sein. Für ein weiteres Projekt, in dem Flüchtlinge und Einheimische einen Spaziergang mit Klangcollagen gestalten, gibt es 787 Euro Zuschuss.

Von Bärbel Hilbig

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