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Aus der Stadt Linden-Süd feiert beim Deisterstraßenfest
Hannover Aus der Stadt Linden-Süd feiert beim Deisterstraßenfest
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00:16 26.06.2018
Die echten Fans kommen zum Deisterstraßenfest auch bei kühleren Termperaturen. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Axel Reineke (54) kennt das Deisterstraßenfest schon seit Jahrzehnten. „Es ist immer größer und immer schöner geworden“, findet er. Seit Dezember 2017 hat seine Frau Michaela Evers (45) in dem Haus, in dem sie oben leben, im Erdgeschoss einen Fußpflege-Laden. Für sie ist das Fest auch eine „schöne Gelegenheit“ für ein bisschen Eigenwerbung. Es seien viele Besucher gekommen, sagt sie, obwohl die eher kühlen Temperaturen eigentlich weniger zu Freilaufveranstaltungen einladen.

Beim Deisterstraßenfest trifft sich Nachbarschaft aus Linden-Süd.

Auch für Tino (28), Daniel (27) und Niels (28), drei Studenten aus der List, ist das Deisterstraßenfest ein „Pflichttermin“: Essen, trinken, Multikulti – das schätzten sie am meisten. Und die Atmosphäre bei der Pizzeria Napoli. Wirt Paolo Marro freut das. Anwohnerin Regine mag die Mischung aus Jung und Alt, Musik und Kultur und Kulinarischem. Es gibt Reggae, Alternative Rock und Freestyle-Rap auf den Bühnen, aber auch Diskussionen über Integration. „Wir leben Vielfalt“ heißt das Motto des Festes.

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Selbstgenähte Wendemützen, Holz-Wäscheklammern mit Tieren und prallbunte Bilder von Melonen und exotischen Tieren. Im Atelier 38 Süd, eine Ateliergemeinschaft, stellen Simone Wolf (49) und Tochter Smilla (13) ihre Bilder aus. Allesamt unter dem Oberthema Mexiko. Henrich (50), Grafiker und Maler, ist extra aus Göttingen gekommen, um seine Drucke zu präsentieren. Für Anwohner und Ladeninhaber sei das Deisterstraßenfest immer wieder nett, sagt Petra. Kai beklagt allerdings, dass man in jüngster Zeit zunehmend Zeichen von Gentrifizierung bemerke.

Von Saskia Döhner