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Aus der Stadt Bündnis „HannoverAir“ stoppt Verkehr am Leibnizufer
Hannover Aus der Stadt Bündnis „HannoverAir“ stoppt Verkehr am Leibnizufer
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00:43 07.05.2018
Für fünf Minuten durften die Demonstranten auf die Straße. Quelle: Haase
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Hannover

 Nach Schätzung der Polizei beteiligen sich rund 60 Männer, Frauen und Kinder an der Kundgebung. Bis 18 Uhr durften die Teilnehmer mehrmals für jeweils fünf Minuten auf die Straße und alle drei Fahrspuren stadtauswärts blockieren. Dadurch kam es zu Staues, aber der Hauptteil des Feierabendverkehrs war zu diesem Zeitpunkt schon durch.

Eigentlich wollte HannovAir Connection eine Fahrspur für zwei Stunden dauerhaft besetzen, aber das hatte die Polizei nicht erlaubt. „Diese Option behalten wir uns für eine Neuauflage vor“, sagte  Organisator Arne Käthner. Die Zeit, um gegen das Verbot Widerspruch einzulegen, sei dieses Mal zu kurz gewesen.

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Die Demonstration stand unter dem Motto „Verkehrswende hier und jetzt“. Vor dem Hintergrund, dass das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote in Kommunen ermöglicht habe, müsse die Stadt schnellstmöglich einen Luftreinhalteplan vorlegen. Außerdem protestiert das Bündnis gegen Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), der die Schadstoffproblematik klein rede.

Der Ort der Demonstration war gewählt, weil dort das Umweltministerium liegt und außerdem im Zusammenhang mit dem Stadtentwicklungskonzept Hannover 2020 Pläne diskutiert wurden, auf dem Cityring und damit auch am Leibnizufer Fahrspuren für den Autoverkehr zurückzubauen. Das wurde bisher nicht umgesetzt. „Lärm und Schadstoffe machen den Ort unattraktiv. Von Aufenthaltsqualität kann keine Rede sein“, kritisiert Peter Jakobs von Greenpeace.

 „Wir fordern die Stadt zusammen mit dem Umweltministerium auf, endlich kurzfristige Maßnahmen für saubere Luft zu ergreifen“, sagt Arne Käthner, Initiator des Netzwerks. Dem gehören insgesamt 15 Organisationen an, darunter Greenpeace, der Bund für Umwelt- und Naturschutz oder Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club an.

Von Bernd Haase