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Aus der Stadt Entscheidung über Hindenburgstraße vertagt
Hannover Aus der Stadt Entscheidung über Hindenburgstraße vertagt
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16:51 19.06.2018
Die Hindenburgstraße im Zooviertel gilt als eine der schönsten Straßen Hannovers, hier befindet sich auch die Landesgeschäftsstelle der CDU Niedersachsen.
Die Hindenburgstraße im Zooviertel gilt als eine der schönsten Straßen Hannovers, hier befindet sich auch die Landesgeschäftsstelle der CDU Niedersachsen. Quelle: Insa Catherine Hagemann
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Hannover

Die Hindenburgstraße, eine der Prachtstraßen Hannovers, soll einen anderen Namen bekommen, so wünscht es sich die SPD im Bezirksrat Mitte. Die FDP will zunächst die Anwohner der Straße befragen, ob sie sich eine Umbenennung vorstellen können. Die CDU wünscht sich ein Expertengespräch im Rathaus über die historische Einordnung der Person Paul von Hindenburg. Eine Entscheidung, welcher Weg beschritten werden soll, hat der Bezirksrat am Montagabend vertagt. Nach der Sommerpause wird sich das Gremium wieder mit der Hindenburgstraße beschäftigen.

Die SPD argumentiert, dass Hindenburg „Totengräber“ der Weimarer Republik war und somit die Nazidiktatur ermöglichte. Infotafeln sollen die Gründe für die Umbenennung sichtbar machen, zugleich plädieren die Sozialdemokraten dafür, die Bürger an der Suche nach einem neuen Namen zu beteiligen. Der CDU geht das zu schnell. Sie will sich von Historikern in einer Anhörung erklären lassen, wie Hindenburg zu bewerten ist.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass der Bezirksrat Misburg-Anderten vor einem ähnlichen Problem stand. Die Frage, ob die Hindenburgschleuse einen neuen Namen bekommen soll, hatte der Bezirksrat an das Wasser- und Schifffahrtsamt weitergereicht. „Das Amt hat eine Umbenennung abgelehnt“, berichtet Stadtbezirksmanagerin Claudia Göttler dem Bezirksrat Mitte.

Von Andreas Schinkel