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Aus der Stadt Einbruchsversuch am Langenhagener Tierheim
Hannover Aus der Stadt Einbruchsversuch am Langenhagener Tierheim
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14:47 07.04.2018
Das Tierheim Langenhagen. Quelle: dpa
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Langenhagen

 Gegen 9 Uhr am Sonnabendmorgen haben Mitarbeiter des Tierheims Langenhagen Einbruchsspuren an der Rückseite des Geländes entdeckt. Laut Polizei wollten die Täter eine Tür aufzuhebeln – es blieb jedoch bei dem Versuch. „Die Spuren sind am Eingang zum Quarantänebereich“, bestätigt Heiko Schwarzfeld, Geschäftsführer der Einrichtung, gegenüber der HAZ. Derzeit werde überlegt, den Nachtdienst am Tierheim zu verstärken. „Hier ist immer jemand“, sagt Schwarzfeld. In der Nacht zum Mittwoch hatte die Feuerwehr den Staffordshire-Terrier Chico in das Heim nahe des Flughafens Langenhagen gebracht.

Staffordshire-Terrier-Mischling Chico war vor seiner Einschläferung im Tierheim Krähenwinkel untergebracht worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Hund seinen Halter und dessen Mutter totgebissen hat.

 Der etwa achtjährige Hund hatte zuvor seinen 27 Jahre alten Besitzer und dessen Mutter (52) in der gemeinsamen Wohnung attackiert und tödlich verletzt. Die Obduktionsergebnisse der Leichen hatten das am Freitag bestätigt. Nun soll Chico in den kommenden Tagen eingeschläfert werden. Möglicherweise steht der Einbruchsversuch in Zusammenhang mit Chicos Aufenthalt.

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Derweil will eine am Freitag gestartete Online-Petition die Tötung des Hundes verhindern. „Lasst Chico leben“ heißt die Initiative, am Sonnabendnachmittag hatten bereits über 105.000 Menschen  auf der Seite Change.org unterschrieben.

Auf seiner Facebook-Seite setzt sich auch das Tierheim dafür ein, dass der Staffordshire-Terrier nicht eingeschläfert wird: „Lasst uns gemeinsam etwas erreichen, damit der weitere Lebensweg von Chico für alle ein zufriedenstellendes Ende findet!“, heißt es in dem Beitrag

Eine 52 Jahre alte Frau und ihr 27 Jahre alter Sohn sind in ihrer Wohnung vom Staffordshire-Terrier des Mannes angefallen und totgebissen worden.

Arwid Possekel vom Tierheim hatte sich am Freitag gegenüber der HAZ zum Zustand des Hundes geäußert:„Chico geht es gut. Er macht einen ruhigen Eindruck.“ In der Obhut seines Halters soll das nicht immer der Fall gewesen sein. Am Freitagabend hatte die Stadt eineingeräumt, dass der Hund schon 2011 auffällig war – die Behörden aber nicht gehandelt haben. Es habe einen „Hinweis des Amtsgerichts Hannover“ gegeben, „der eine Begutachtung des Tieres erforderlich gemacht hätte“, heißt es in einer Stellungnahme. Das aber sei unterblieben.

Von Manuel Behrens

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