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Aus der Stadt Geibelstraße wird grunderneuert
Hannover Aus der Stadt Geibelstraße wird grunderneuert
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18:02 17.01.2018
Auch der Zustand der Radwege in der Geibelstraße lässt zu wünschen übrig.
Auch der Zustand der Radwege in der Geibelstraße lässt zu wünschen übrig. Quelle: Michael Zgoll
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 Nach Einschätzung der Verwaltung und der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP ist eine grundlegende Sanierung der Straße auf Gesamtlänge von 1,4 Kilometern notwendig. Sie gilt als wichtige Verbindung zwischen Maschsee in das Zentrum der Südstadt und wird laut Ergebnissen einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2011 täglich von 5000 Autos befahren. Der Anteil an Lastwagen liegt bei vier Prozent.

„Sowohl Fahrbahn als auch die Nebenanlagen weisen in weiten Teilabschnitten erhebliche Schäden auf“, heißt es in einer Drucksache der Verwaltung, die im Bauaussschuss debattiert wurde. Aufbau und Querschnitt genügten nicht mehr heutigen Anforderungen; insbesondere die Radwege seien nicht zeitgemäß. Die Sanierung gewähleiste langfristig die Verkehrssicherheit und könne dem Straßenzug einen gestaltenden Gesamteindruck verschaffen. Heißt übersetzt: Mit den Arbeiten dürfte auch der Straßenraum neu aufgeteilt werden, den sich Fußgänger, Radfahrer und Autos teilen. Dazu zählt die in der Südstadt problematische Parkplatzsituation.

An dieser möglichen Neuordnung stößt sich die CDU. „Wir müssen bei der Bürgerbeteiligung große Ansprüche verhindern, die wir hinterher nicht erfüllen können“, sagt Dieter Küßner in Erwartung möglicher Verteilungskämpfe um Platz im Straßenraum. Fraktionskollege Felix Blaschzyk betonte, die CDU würde es lieber bei einer Deckensanierung belassen – schon deshalb, weil dann keine Straßenausbaubeiträge von den Anliegern fällig würden. Die Umgestaltung der Geibelstraße soll 9 Millionen Euro kosten. 

Die Ratsmehrheit sieht das anders. „Wir haben eine komplexe Fragestellung. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung“, erklärte Lars Kelich (SPD). Diese soll Ende Februar beginnen und spätestens im November beendet sein. Entscheiden muss dann der Rat. Dem Bürgerdialog stimmte der Bauausschuss einstimmig zu – also auch die CDU.

Von Bernd Haase

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