Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Verband fordert mehr Abstandskontrollen bei Lastwagen
Hannover Aus der Stadt Verband fordert mehr Abstandskontrollen bei Lastwagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 27.01.2018
Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen fordert mehr Abstandskontrollen auf der A 2 durch die Polizei. Quelle: Symbol
Hannover

Mehr Polizeikontrollen, höhere Bußgelder für Drängler und Temposünder – nur so lässt sich nach Ansicht des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) die Zahl der Unfälle auf der Autobahn 2 eindämmen. Die Organisation vertritt Speditionen, Reisebus-Unternehmen und andere Transportgewerbe. „Wir sind der einzige Verband in Deutschland, der sich über mehr Kontrollen freuen würde“, sagt Christian Richter vom GVN.

An den Unfällen mit Toten und Schwerverletzten auf der viel befahrenen Ost-West-Strecke sind nach Einschätzungen des Verbands nicht die vielen Baustellen Schuld. „Die osteuropäischen Fernfahrer kennen unsere Abstandsregeln nicht, weil es sie in ihren Heimatländern nicht gibt“, sagt Richter. Er forderte die Polizei auf, diese Vergehen auf der Autobahn viel stärker zu ahnden, als bislang. „Das Problem ist aber, dass die Fachleute der Polizei, die das können, ganz oft bei ganz anderen Tätigkeiten eingesetzt werden“, sagt Richter.

Nach Ansicht des Verbandes müssten zudem auch die Bußgelder für Abstandsverstöße in Deutschland deutlich erhöht werden. „In Frankreich fahren die osteuropäischen Fernfahrer plötzlich wie die Lämmer – weil es sich herum gesprochen hat, dass die französische Polizei den Lastwagen bei einem Abstandsverstoß aus dem Verkehr zieht und still legt“, sagt Richter.

Von dem Plan des ADAC, einen runden Tisch mit allen Verantwortlichen zum Thema A 2 zu initiieren, zeigte sich der Gesamtverband allerdings irritiert. „Es gibt eine solche Einrichtung bereits. Sie nennt sich Werkstatt Autobahn und tagt mindestens ein Mal im Jahr“, sagt Christian Richter.

Runder Tisch abgelehnt

Auch Cornelia Zieseniß, die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Niedersachsen, zeigte sich überrascht von dem Vorstoß, den der Automobilclub am Montag öffentlich gemacht hat. „Wir arbeiten seit Jahren mit der Landesbehörde für Straßenbau, den Ministerien, der Polizei und allen, die die Probleme auf der A 2 verbessern können, gut zusammen“, sagt Zieseniß. Ein weiteres, ähnliches Gremium hält sie daher für überflüssig.

Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) äußerte sich am Dienstag erneut zur Problematik auf der A 2. „Eine hohe Verkehrsdichte mit einem überdurchschnittlich großen Anteil an Lkw machen die Situation auf der A2 in Niedersachsen besonders“, sagte der Minister der HAZ. Bereits kleine Störungen führten zu teilweise erheblichen Staus. „Und Staus bedeuten immer ein höheres Risiko für Unfälle“, sagte Althusmann.

Das Land optimiere regelmäßig unter anderem die Einrichtung und den Betrieb von Baustellen etwa durch Bauzeitverkürzungen oder eine verbesserte Verkehrsführung. Wo es technisch und räumlich machbar sei, würden möglichst alle Fahrspuren innerhalb einer Baustelle erhalten, damit die Einschränkungen für den fließenden Verkehr so gering wie möglich seien. Am Donnerstag will sich der Landtag in seiner ersten Sitzung ebenfalls mit dem Thema Autobahn 2 befassen.

Von Tobias Morchner und Michael  B. Berger

Nach 12 Jahren wird es im Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft keine Neuauflage des Public Viewings in Hannovers Innenstadt geben. Nach Einschätzung der Veranstalter rechnet sich die Großveranstaltung nicht mehr. Jedoch gibt es etwas kleinere Veranstaltungen in Linden.

01.06.2018

Die hannoversche CDU greift Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) massiv an. Mit seinem Krisenmanagement und vielen Ungereimtheiten in der Rathausaffäre schade er der Stadt, meint die CDU.

23.01.2018

Sie haben jahrelang auf der Straße gelebt, jetzt haben sie eine Wohnung – und können sich mithilfe der HAZ-Leser besser einrichten.

23.01.2018