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Aus der Stadt Orthodoxe Gemeinde feiert Jubiläum
Hannover Aus der Stadt Orthodoxe Gemeinde feiert Jubiläum
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00:40 04.06.2018
Hoher Gast: Metropolit Augoustinos (r.) mit Stefan Schostok und Pfarrer Gerasimos Frangulakis von der hannoverschen Gemeinde. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Das große Wandgemälde im Hodlersaal ist zwar der Reformation gewidmet, aber das fiel bei dem Festakt kaum ins Gewicht: Mit einem Empfang im Neuen Rathaus hat die Stadt das 25-jährige Bestehen der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde „Heilige Drei Hierarchen“ gefeiert. „Die Gemeinde genießt in Hannover hohes Ansehen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Sie ist ein Ort des Friedens, des Zusammenhalts und kulturelle Heimat für viele Menschen.“

Zur Feier war Metropolit Augoustinos persönlich angereist. Der Geistliche ist unter anderem für die rund 500 000 griechisch-orthodoxen Christen in Deutschland zuständig. Er erinnerte daran, dass viele Griechen einst als Gastarbeiter gekommen waren: „Dass wir hier einen festen Sitz haben, lässt uns unermüdlich Brücken bauen zwischen Menschen und Religionen“, erklärte er.

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Die griechische Gemeinde Hannovers wurde zwar schon 1964 gegründet, doch 1993 wurde am Mengendamm in der List der Grundstein für das Gemeindezentrum gelegt. Im selben Jahr segnete der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., den Bau der Kirche, die vier Jahre darauf eröffnet wurde. Das reich verzierte Gotteshaus ist heute Teil des europaweit einzigartigen Orthodoxen Zentrums, das die Griechen gemeinsam mit serbisch-orthodoxen Christen nutzen. Mehr als 1000 Gemeindemitglieder zählt Pfarrer Gerasimos Frangulakis zu seiner Herde.

„Die Gemeinde ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken“, sagte Wolfgang Reinbold vom Haus der Religionen im Rathaus. Und Stadtsuperindentent Hans-Martin Heinemann preis die Gastfreundschaft der Griechen, die er aus eigener Erfahrung kennt: Seine Familie hat seit Jahren ein Häuschen in Griechenland.

Von Simon Benne