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Aus der Stadt Halteverbot an Schützenallee soll Unfälle vermeiden helfen
Hannover Aus der Stadt Halteverbot an Schützenallee soll Unfälle vermeiden helfen
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00:18 20.06.2018
Seit Anfang Juni darf an der Schützenallee Richtung Brückstraße nicht mehr gehalten werden. Der Paddel-Klub - rechts der Zugang - ist überhaupt nicht begeistert. Quelle: Michael Zgoll
Döhren

In der Schützenallee zwischen Willmer- und Brückstraße kommt es zwischen Autofahrern häufig zu gefährlichen Begegnungen. Der Grund: Die Fahrbahnen sind sehr schmal, weil links und rechts andere Wagen parken. Doch dies soll sich nach dem Willen der Stadt mithilfe eines einseitigen Halteverbots ändern. Die entsprechenden Schilder sind Anfang Juni aufgestellt worden – und treffen bei der Pächterin der Vereinsgaststätte des Paddel-Klubs auf heftige Gegenwehr. Sie spricht von einer „existenzbedrohenden Katastrophe“.

Wie die CDU-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel festgestellt hat, hängt die Fülle der abgestellten Autos auch mit der neuerdings an der Schützenallee beheimateten Bildungsakademie des Regionsklinikums zusammen. In dem früheren Gebäude der Axa-Versicherung, das frisch saniert wurde, sind nun acht Ausbildungsstätten etwa für Krankenpflege, Physiotherapie und Hebammen unter einem Dach vereint – mit 650 Ausbildungsplätzen.

Stellflächen nachgewiesen

Die Christdemokraten wollten im Rahmen einer Anfrage wissen, ob die Akademie für die Auszubildenden und Studierenden genug Stellplätze zur Verfügung stellt, damit diese nicht immer in der Schützenallee und den umliegenden Straßen parken müssen. Antwort der Verwaltung: Die „bauordnungsrechtlich erforderlichen Stellplätze“ auf dem Grundstück seien nachgewiesen worden; darüber hinaus habe die Stadt keine Möglichkeiten, das Klinikum zur Schaffung von mehr Parkraum zu zwingen.

Die Verwaltung bestätigte, dass in der Schützenallee aufgrund der vielen parkenden Fahrzeuge kein ungehinderter Zweirichtungsverkehr möglich war. „Dies ist dort aber zwingend erforderlich“, heißt es in der schriftlichen Antwort auf die CDU-Anfrage. Daher habe man nun auf der westlichen Straßenseite Richtung Brückstraße ein Halteverbot verhängt. Die Einhaltung dieses Verbots werde in der nächsten Zeit verstärkt von Politessen kontrolliert.

Keine eigenen Parkplätze

Anna Hartmann, Pächterin des Treffpunkts Bootshaus vom Paddel-Klub Hannover, weist darauf hin, dass der am südlichen Ende der Schützenallee angesiedelte Verein keinen eigenen Parkplatz für die 400 Mitglieder und ihre Gäste habe, nur drei Stellplätze für Mitarbeiter. Zwar gebe es auf der anderen Seite der Schützenallee zwischen Suthwiesen- und Küsterstraße Parkplätze, doch sei die Zahl sehr überschaubar. „Außerdem biete ich deutsche Küche an und habe viel älteres Publikum, diese Leute können oft nicht mehr so weit laufen“, sagt die Gastronomin. Sie habe in diesem Monat schon zwei Veranstaltungs-Absagen kassiert, weil es vor der Vereinsgaststätte keine Parkplätze mehr gibt. Hartmanns Kompromissvorschlag: Das Halteverbot auf der Westseite der Schützenallee solle werktags nach 18 Uhr und an den Wochenenden außer Kraft gesetzt werden.

Von Michael Zgoll

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