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Aus der Stadt Hochbahnsteig kann verlegt werden
Hannover Aus der Stadt Hochbahnsteig kann verlegt werden
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17:31 18.01.2018
Der Hochbahnsteig am HCC ist als einziger der Linie 11 noch nicht barrierefei ausgebaut.
Der Hochbahnsteig am HCC ist als einziger der Linie 11 noch nicht barrierefei ausgebaut. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

 Die für die Tunnels, Gleisanlagen und Haltestellen der Stadtbahn zuständige Infrastrukturgesellschaft (Infra) will den 70 Meter langen  und vier Meter breiten Hochbahnsteig der Linie 11 im kommenden Jahr am Platz der jetzigen Haltestelle bauen. Weil dafür nach derzeitigten Planungen eine Fahrspur für den Autoverkehr geopfert wird, gibt es Gegenwind von SPD, CDU und FDP im Rat. Ein weiteres Argument der Kritiker: Das Erscheinungsbild des historischen Theodor-Heuss-Platzes vor dem Kuppelsaal werde beeinträchtigt. Deshalb haben die Politiker vorgeschlagen, den Hochbahnsteig an den Anfang der Clausewitzstraße zu verlegen.

Der Bauausschuss des Rates hat einen Beschluss zum Thema vertagt. Weil auch in der Bürgerfragestunde Kritiker wie etwa die Intiative Pro-D-Tunnel auf den Plan traten, äußerte sich Stadtbaurat Uwe Bodemann: „Denkmalschutz und Stadtplanung haben Bedenken geäußert, aber Region und Infra wollten den vorhandenen Standort.“ Bodemann ließ durchblicken, dass er damit nicht zufrieden ist.

Infra-Geschäftsführer Christian Weske zeigt sich erstaunt: „Wir haben uns mit der hannoverschen Verwaltung auf diese Lösung geeinigt.“ Daraufhin habe man Zuschüsse für das knapp 6 Millionen Euro teure Projekt beantragt und mit den Ausführungsplanungen begonnen. „Der jetzige Standort liegt näher an der Wohnbebauung und bringt kürzere Wege für die Anwohner zur Haltestelle“, sagt Weske.

Im Bauausschuss tauchte die Mutmaßung auf, der Hochbahnsteig könne aus technischen Gründen nicht in die Clausewitzstraße verlegt werden. Das verneint der Infra-Geschäftsführer. „Es ist möglich, würde aber den Zeitplan über den Haufen werfen. Außerdem wären die bisher erarbeiteten Planungen samt Kosten futsch“, betont Weske. Wenn die Arbeiten komplett neu aufgenommen und die Anträge auf Zuschüsse neu gestellt werden müssten, würde das Projekt sich seinen Angaben nach um mindestens zwei Jahre verzögern.

Der Geschäftsführer soll in der nächsten Sitzung des Bauausschusses am 7. Februar den Politikern Rede und Antwort stehen.  

Von Bernd Haase