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Aus der Stadt Kurden kündigen weitere Demonstrationen an
Hannover Aus der Stadt Kurden kündigen weitere Demonstrationen an
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15:31 30.01.2018
Kurden-Demonstration in Hannover.
Kurden-Demonstration in Hannover. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

  Kurdische Organisationen haben weitere Proteste in Niedersachsen gegen die Angriffe der türkischen Armee auf die kurdisch kontrollierte Region Afrin in Nordsyrien angekündigt. Am Sonnabend (3. Februar) soll es eine regionale Demonstration in Hannover geben, wie das „Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurden in Hannover“ mitteilte. Zu der Aktion unter dem Motto „Überall ist Afrin! Überall ist Widerstand!“ hätten auch andere Gruppen und Initiativen aufgerufen.

 Bereits am Mittwoch und Donnerstag wollen Kurden Kundgebungen in der Landeshauptstadt abhalten. Weitere Demonstrationen gebe es Donnerstag in Celle, Hildesheim und Nienburg sowie am Freitag in Salzgitter, hieß es.

An der Christuskirche haben sich zahlreiche Vertreter der pro-türkischen Organisation UETD versammelt.

Auch in der letzten Woche hatte es bereits mehrere spontane Kundgebungen gegeben. Am Montag waren dutzende Kurden unangekündigt im Terminal B erschienen, um vor dem Schalter von Turkish Airlines gegen die türkische Politik zu protestieren. Daraus entwickelte sich die Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und türkischen Fluggästen, rund 180 Personen waren vor Ort. Nach Polizeiangaben waren rund 20 Menschen direkt in die Schlägerei verwickelt.

22. Januar 2018: Die Polizei wurde zu einer Schlägerei am Flughafen Langenhagen gerufen. 

 Seit dem 20. Januar greifen türkische Truppen und radikalislamische Gruppen den Kanton Afrin der „Demokratischen Föderation Nordsyrien an“, heißt es im Aufruf. Tägliche Luftangriffe, ständiger Artilleriebeschuss und ununterbrochene Gefechte seien die Folge. In Afrin werde „der Frieden inmitten des Kriegs um Syrien verteidigt. Dort werde ein Schutzraum für Hunderttausende Geflüchtete verteidigt, die eben nicht in die Türkei, nach Europa oder andere Teile der Welt flüchten wollen.“ 

Von epd