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Aus der Stadt Prominenz feiert Hannovers Star-Chirurgen
Hannover Aus der Stadt Prominenz feiert Hannovers Star-Chirurgen
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00:15 15.11.2013
Viel Prominenz bei der Preisverleihung: Madjid Samii (von links) wird von Altkanzler Gerhard Schröder umarmt, Ministerpräsident Stephan Weil und „Tagesschau“-Chefsprecher Jan Hofer gehören ebenfalls zu den ersten Gratulanten
Viel Prominenz bei der Preisverleihung: Madjid Samii (von links) wird von Altkanzler Gerhard Schröder umarmt, Ministerpräsident Stephan Weil und „Tagesschau“-Chefsprecher Jan Hofer gehören ebenfalls zu den ersten Gratulanten Quelle: Dröse
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Hannover

Für das Kuratorium ist es keine Frage, dass der 76-jährige Mediziner, der in allen Teilen der Welt vernetzt ist, eine Ausnahmepersönlichkeit ist. „Wir bezeugen unseren großen Respekt vor einem Mann, der Herausragendes geleistet hat und durch seinen ganz persönlichen Einsatz zu einem Botschafter des Heilens, einem modernen Albert Schweitzer, wurde“, erklärte „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer, der dem Kuratorium angehört, bei der Festveranstaltung im Hannover Congress Centrum.

Wie immer, wenn Samii etwas zu feiern hat oder von anderen wie Presseclub-Chef Jürgen Köster gefeiert wird, gab es jede Menge illustre Gratulanten – etwa Landtagspräsident Bernd Busemann, Oberbürgermeister Stefan Schostok, ARD-Chef Lutz Marmor, Liz Mohn vom Bertelsmann-Konzern und der ehemalige ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter, Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe sowie Aufsichtsrat Herbert Flecken und Konzernchef Thomas Düffert von der Mediengruppe Madsack. Altbundeskanzler Gerhard Schröder übernahm als Freund der Familie die Rolle des Laudators. „Heute wird ein Wissenschaftler, Mediziner und Humanist von Weltrang geehrt“, sagte er. Samii habe „einen fast missionarischen Drang, sein Wissen an nachfolgende Generationen weiterzugeben“. Dies ziehe sich wie „ein roter Faden“ durch den Lebenslauf des gebürtigen Iraners, und es gelte ganz besonders für sein neuestes Projekt „Africa 100“.

Eine unüberschaubare Zahl von Ehrungen hat er im Laufe seines Lebens gesammelt. Nun ist eine weitere, ganz besondere dazugekommen: Der Presseclub Hannover hat Neurochirurg Prof. Madjid Samii am Dienstag den renommierten Leibniz-Ring verliehen.

Das Programm, mit dem 100 junge Neurochirurgen in Afrika geschult werden sollen, gab letztlich den Ausschlag für die Ring-Ehrung. Die Idee: 100 Paten geben jeweils 60 000 Euro für die sechsjährige Ausbildung der afrikanischen Nachwuchschirurgen, die später wiederum andere Kollegen in ihr Fach einführen sollen – auf diese Weise soll nach und nach ein Netzwerk entstehen, das die medizinische Versorgung auf dem Kontinent deutlich verbessert. Einer der ersten Paten, die Samii bereits vor einem Jahr für seine Sache gewinnen konnte, war sein Freund Schröder. Stellvertretend für das Projekt war am Dienstag Prof. El Khamlichi aus Marokko angereist.

Ministerpräsident Stephan Weil, ebenfalls einer der Redner, sieht Samiis Wirken als beste Werbung für den Wissenschafts- und Medizinstandort Niedersachsen – ausgehend von dessen Forschungsklinik in Hannover, dem International Neuroscience Institute (INI): „Professor Samii ist ein niedersächsischer Kosmopolit, der Kontakte in alle Welt hinaus geknüpft hat und Hannover und Niedersachsen dennoch treu geblieben ist.“ Dass dem so ist, zeigten auch die internationalen Gäste, die aus vielen Ecken der Welt ins HCC gekommen waren, darunter der iranische Vizegesundheitsminister Hasan Emami Razavi, der Präsident des Moskauer Neurosurgical Institute, Prof. Alexander Konovalov, und der Präsident der Weltvereinigung der Neurochirurgen, Prof. Yong-Kwang Tu aus China.

Der Geehrte, der auch jenseits des offiziellen Rentenalters noch täglich im Operationssaal des INI steht und auf Tagungen rund um den Globus unterwegs ist, kann das vom Presseclub gestiftete Schmuckstück aus Gold und Brillanten – gefertigt von der Misburger Golschmiedin Petra Marklein-Paas – nun seiner umfangreichen Sammlung von Auszeichnungen hinzufügen. Der eloquente Samii freute sich sichtlich über die Feier zu seinen Ehren und steckte den Ring gleich an den Finger. „Die Jury hat die richtige Wahl getroffen“, meinte er scherzhaft. Und ganz besonders würde es ihn freuen, schnellstmöglich die 100 Paten für Afrika zu gewinnen. „Der Transfer von Wissen ist ein Verpflichtung. Sprechen Sie mich an“, gab er seinen Gästen am Dienstag mit auf den Weg. Das darf man trotz des engen Terminplans des Professors wörtlich nehmen.

Von Juliane Kaune

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