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Aus der Stadt Neue Leitstelle der Feuerwehr wird später fertig
Hannover Aus der Stadt Neue Leitstelle der Feuerwehr wird später fertig
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00:15 01.02.2018
Die Eröffnung der neuen Regionsleitstelle der Feuerwehr in der Nordstadt verzögert sich.  Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Die lange erwartete neue Regionsleitstelle der Berufsfeuerwehr Hannover wird deutlich später einsatzbereit sein als geplant. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm, dem Teil der Wache, in dem die neue Leitstelle entstehen soll, sind inzwischen etwa ein halbes Jahr im Verzug. Grund dafür sind Unstimmigkeiten zwischen der Baufirma Züblin, der Stadt und der Feuerwehr. Der Streit ist inzwischen beigelegt. „Wir setzen derzeit alles daran, dass wir Ende des Jahres in das neue Gebäude einziehen können“, sagt Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange

Wie dringend notwendig die Einsatzkräfte eine neue Zentrale benötigen, in der alle eingehenden Notrufe angenommen werden können, hatte sich jüngst beim Orkantief „Friederike“ wieder gezeigt. Die alte, deutlich kleinere Regionsleitstelle im Gebäude an der Feuerwehrstraße in der Calenberger Neustadt war wegen der zahlreichen Anrufe zeitweise so überlastet, dass die Feuerwehr die Anrufer mit der Warteschleife vertrösten musste.

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Auch der Start für den Digitalfunk bei der Berufsfeuerwehr hängt von der neuen Regionsleitstelle ab. Die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten, die bereits seit geraumer Zeit von der Polizeidirektion Hannover genutzt werden, sind mit der alten Technik in der derzeitigen Regionsleitstelle schlecht kompatibel. „Die Firma, die die neue Leitstellen-Technik einbauen soll, steht schon in den Startlöchern“, sagt Feuerwehrchef Lange.

Continental beteiligt sich

Der Bau der neuen Feuer- und Rettungswache 1 war von Beginn an ein ambitioniertes und ungewöhnliches Projekt. Die Errichtung des Neubaus auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in der Nordstadt war mit 10 Millionen Euro von der Firma Continental AG unterstützt worden. Im Gegenzug verpflichtete sich die Feuerwehr, Einsätze auf dem Gelände des Reifenherstellers künftig auch abzudecken und im Ernstfall innerhalb von nur fünf Minuten vor Ort zu sein.

Der zweite Gebäudeteil mit der neuen Regionsleistelle soll den Planungen nach 55 Millionen Euro kosten. Bislang ist unklar, ob diese Kalkulation tatsächlich auch eingehalten werden kann. Die Frage, ob die Baukosten für den zweiten Abschnitt gestiegen sind oder nicht, beschäftigt Lange derzeit nicht. Er macht sich Sorgen. „Wir brauchen eine funktionierende Regionsleitstelle“, sagt er.

Im Zeitplan sind dagegen die Vorbereitungen für den Neubau der Feuerwache 3. Auf dem Gelände an der Lange-Feld-Straße in Kirchrode sollen für rund 25 Millionen Euro neue Räume für die Einsatzkräfte entstehen, die derzeit noch in dem Gebäude an der Jordanstraße untergebracht sind. Ende 2019 soll der Bau in Betrieb genommen werden.

Auch bei diesem Projekt kooperiert die Feuerwehr wieder mit einem Partner. Die Messe AG wird der Berufsfeuerwehr jährlich eine feste Summe zahlen. Im Gegenzug sollen sich die Helfer künftig um alle Einsätze auf dem Messegelände kümmern. Den Zuschlag für dieses Projekt hat das Architektenbüro aus Braunschweig erhalten, das bereits mit seinen Entwürfen für die neue Feuerwache am Weidendamm überzeugen konnte. Verantwortlich für den Bau ist in diesem Fall allerdings nicht das Unternehmen Züblin, sondern die Firma Papenburg.

Von Tobias Morchner