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Aus der Stadt Stiftung fördert Projekte mit 106 000 Euro
Hannover Aus der Stadt Stiftung fördert Projekte mit 106 000 Euro
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16:24 19.06.2018
Madsack-Projektmanager Felix Meumann (von links), Petra Bliwert und Rainer-Jörg Grube mit Spendenscheck.
Madsack-Projektmanager Felix Meumann (von links), Petra Bliwert und Rainer-Jörg Grube mit Spendenscheck. Quelle: Franson
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Linden-Limmer

Die Summe ist beeindruckend: Mit exakt 106 474 Euro hat die Linden-Limmer-Stiftung in den vergangenen zehn Jahren soziale, kulturelle, pädagogische oder sportliche Projekte im Stadtbezirk unterstützt. Ob Vereine und Initiativen, Schulen und Kitas oder andere Einrichtungen –194 Vorhaben haben bisher von den Förderbeträgen profitiert, die Jahr für Jahr ausgeschüttet werden. „Die Bandbreite ist so vielfältig wie der Stadtbezirk“, sagt die Stiftungsvorsitzende Petra Bliwert. Doch ein Jahrzehnt nach der Gründung der Stiftung blickt der Vorstand skeptisch in die Zukunft. Vor allem die dauerhaft niedrigen Zinserträge sind ein Problem.

„Wir mussten in diesem Jahr erstmals Projektanträge ablehnen beziehungsweise auf Eis legen, weil noch nicht genug Geld im Fördertopf ist“, sagt Bliwert. Etwa 30 Wünsche werden jedes Jahr eingereicht – und in der Regel bewilligt, wenn sie mit dem Stiftungszweck übereinstimmen. So gab es im vergangenen Jahr Zuschüsse für ein Kindermusical der St.-Godehard-Gemeinde oder für ein Gewaltpräventionsprojekt des Gymnasiums Limmer. Eine Finanzspritze für die Jubiläumsfeier des Teutonia-Chors stand ebenso auf der Liste wie eine Podiumsdiskussion der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Die Initiative Lebensraum Linden erhielt Unterstützung für eine Matinee im Faust-Kesselhaus, und die Gesellschaft zur Förderung ausländischer Jugendlicher (GFA) konnte Küchenelektrogeräte anschaffen. Fast 10 700 Euro flossen 2017 in diese und 18 andere Vorhaben.

Das ist die Linden-Limmer-Stiftung

Die Linden-Limmer-Stiftung gibt es seit November 2017. Grundlage war ein Programm der Stadt Hannover, das die Gründung von Stadtteilstiftungen ermöglichen sollte. 25 000 Euro des Kapitals stellte die Stadt, weitere 10 000 Euro kamen von der städtischen Baugesellschaft GBH (heute Hanova) und 15 000 Euro von anderen Geldgebern. Inzwischen ist das Stiftungsvermögen auf rund 140 000 Euro gewachsen; diese Summe ist der Grundstock für die Zinserträge, sie darf für die Projektförderung nicht angetastet werden. Zum Stiftungsvorstand gehören aktuell Petra Bliwert (Hanova), Harald Matzke (Filialdirektor Volksbank) und Gudrun Peter (Rentnerin). Zudem gibt es einen fünfköpfigen Stiftungsrat. jk

Ob eine solche Summe dieses Jahr wieder erreicht werden kann, sei noch offen, erklärt Bliwert, die seit der Stiftungsgründung dabei ist und nun den Vorsitz von Claus-Peter Schiefer übernommen hat. Umso dankbarer ist der Vorstand für eine Spende von 3000 Euro, die Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube jüngst überbracht hat. Es ist der zweite Preis des Schrittzähler-Wettbewerb von HAZ und Neuer Presse, den der Stadtbezirk Linden-Limmer sich „erlaufen“ hat: 34 Teams mit 2000 Aktiven aus der gesamten Region machten mit, die 50 sportlichen Teilnehmer aus Linden-Limmer ließen die Konkurrenz weit hinter sich, und Grube setzte sich dafür ein, dass das Preisgeld der Stiftung zugute kommt.

Regelmäßige Beträge spendieren 22 Stifter, die jährlich in den Fonds einzahlen. Hinzu kommen diverse Einzelspenden, Kirchenkollekten oder andere gezielte Sammelaktionen. „Es gibt auch Menschen, die auf Geburstagsgeschenke verzichten und sich Geld für die Stiftung wünschen“, berichtet Bliwert. Unterm Stich könne der Vorstand fest mit jährlichen Einnahmen von etwa 3000 Euro kalkulieren, sagt sie. „Darum hoffen wir natürlich Jahr für Jahr wieder auf viele weitere Förderer.“

Um auf die Stiftung aufmerksam zu machen, sind die Mitglieder von Vorstand, Stiftungsrat und andere Helfer bei Straßenfesten und Stadtteilveranstaltungen mit einem Glücksrad unterwegs. Zudem stehen in ausgewählten Läden und Institutionen Spendenbüchsen, auch Info-Flyer liegen aus. „Grundsätzlich müssen wir aber in der Öffentlichkeit noch präsenter werden“, räumt Bliwert ein. Damit der Fördertopf immer gut gefüllt bleibt.

Wer die Stiftung unterstützen möchte, schreibt eine E-Mail an info@lindenlimmerstiftung.de, mehr Infos gibt es unter www.lindenlimmerstiftung.de und bei Gudrun Peter unter der Telefonnummer 2 13 44 31.

Von Juliane Kaune