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Aus der Stadt Paketzusteller demonstrieren für höhere Löhne
Hannover Aus der Stadt Paketzusteller demonstrieren für höhere Löhne
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00:16 27.01.2018
Rund 250 Angestellte der Logistikbranche folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und fordern vor der Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbands im Lister Kirchweg eine bessere Bezahlung.
Rund 250 Angestellte der Logistikbranche folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und fordern vor der Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbands im Lister Kirchweg eine bessere Bezahlung. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

 Mehrere Logistikbetriebe im Umland Hannovers sind am Mittwoch bestreikt worden, vor allem in Lehrte. Zudem haben rund 250 Paketzusteller aus ganz Niedersachsen in Hannover für besser Arbeitsbedingungen demonstriert. Höhere Löhne, mehr Urlaubstage und Gehaltsstufen nach Betriebszugehörigkeit – das sind im Kern die Forderungen der Gewerkschaft Verdi. 

Rund 250 Angestellte der Logistikbranche folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und fordern vor der Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbands im Lister Kirchweg eine bessere Bezahlung.

Die Demonstration vor dem Gebäude des Arbeitsgeberverbands im Lister Kirchweg verlief nach Polizeiangaben friedlich, die Protestler zogen anschließend die Podbielskistraße entlang bis zum Lister Turm. „Es gab die in solchen Fällen üblichen Verkehrsbehinderungen“, teilt ein Polizeisprecher mit. Am Donnerstag beginnt die siebte Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien.

„Die Arbeitgeber haben bisher ein unzureichendes Angebot vorgelegt“, sagt Verdi-Sekretär Christoph Feldmann. 4,5 Prozent betrage die Lohnerhöhung, die die Arbeitgeber anbieten, gestreckt über 27 Monate. Verdi fordert dagegen einen Lohnanstieg von 6,5 Prozent und Entgeldstufen, die sich an der Betreibszugehörigkeit orientieren. „Für alle Kurier- und Paketdienste, etwa UPS und DPD, wollen wir eine eigene Entgeldtabelle vereinbaren“, sagt Feldmann. Da in der Branche auch nachts gearbeitet werde, müsse zudem die Nachtschichtzulage steigen. „Zusätzlich wünschen wir uns drei Urlaubstage mehr“, sagt der Verdi-Sekretär.

Auch wenn es der Gewerkschaft gelingt, ihre Forderungen durchzusetzen, kommen längst nicht alle Logistik-Beschäftigten in den Genuss der Wohltaten. Nach Verdi-Schätzungen arbeiten nur 50 Prozent der Angestellten in Unternehmen mit Tarifbindung. Viele Paketzusteller sind als Subunternehmer tätig.

Von Andreas Schinkel

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