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Aus der Stadt Woher kommt das Geld für die Millionensanierung?
Hannover Aus der Stadt Woher kommt das Geld für die Millionensanierung?
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00:42 21.05.2018
Die geplante Brandschutzsanierung im Sprengel Museum und deren hohe Kosten von 11 Millionen Euro bewegen noch immer die Gemüter des Rats.
Die geplante Brandschutzsanierung im Sprengel Museum und deren hohe Kosten von 11 Millionen Euro bewegen noch immer die Gemüter des Rats. Quelle: Philipp von Ditfurth
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 In der Debatte um die Kostenexplosion beim Brandschutz fürs Sprengel Museum hat die Ratspolitik noch viele Fragen – und Zweifel. Die Stadtverwaltung hat am Freitag vor Mitgliedern von zwei Ausschüssen detailliert dargelegt, warum die Kosten von vier auf 11,5 Millionen Euro steigen. Der Grund liegt unter anderem am Austausch von mehr als 100 Türen, zudem muss die Haustechnik vollständig erneuert werden. Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP hält die Erklärungen zwar für nachvollziehbar, dennoch hätte sie sich gewünscht, dass die Stadt frühzeitiger über den Kostenanstieg informiert. Die CDU wirft der Stadt Missmanagement vor und sieht Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) in der Verantwortung. 

Nach Angaben der Stadt ist bereits 2011 ein „Mängelkataster“ angelegt worden. Erste Brandschutzmaßnahmen seien zu diesem Zeitpunkt bereits ergriffen worden, betont Jörg Gronemann, Leiter des Gebäudemanagements in der Sitzung. Sieben Jahre später legt die Stadt genaue Zahlen vor, die weit über die erste Kostenschätzung hinausgehen. „Warum hat das eigentlich so lange gedauert“, will FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke wissen.

Der Bau des Erweiterungstraktes sei dazwischengekommen, meint Gebäudemanager Gronemann. Man habe sich nicht gleichzeitig um den Brandschutz im Altbau und die Errichtung des neuen Traktes kümmern können. Zudem hätte das Museum dann längere Zeit schließen müssen. „Als der Neubau fertig war, haben wir uns gleich wieder der Sanierung des Altbaus zugewandt“, sagt Gronemann.

Auf Nachfrage der SPD wird jetzt klar, woher die Millionen für den Brandschutz kommen sollen. Im städtischen Investitionspaket gebe es einen gemeinsamen Sanierungstopf mit neun Millionen Euro für das Sprengel Museum und das Theater am Aegi. „Daraus bedienen wir uns zunächst“, sagt Gronemann. Jedoch sei nicht klar, wie viel Geld am Ende für das Theater benötigt wird. Die Kosten würden noch berechnet. 

Von Andreas Schinkel