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Aus der Stadt Think Tank heißt jetzt Kuratorium
Hannover Aus der Stadt Think Tank heißt jetzt Kuratorium
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00:38 23.04.2018
Im Rathaus werden die Weichen für Hannovers Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt gestellt.
Im Rathaus werden die Weichen für Hannovers Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt gestellt. Quelle: picture alliance
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Hannover

 Die Bewerbung Hannovers um den Titel europäische Kulturhauptstadt dürfte kaum am Mangel an Beratern scheitern. Die Ratspolitik hat am Freitag im Kulturausschuss grünes Licht für mehrere Beratungsgremien gegeben. Jetzt könne es endlich losgehen, frohlockten die Parteien.

So wird ein Beirat als „Begleitgremium des Bewerbungsvorhabens“ eingesetzt. Er besteht aus 17 Personen, die unterschiedliche Zielgruppen vertreten, etwa Kinder- und Jugendliche, Gewerkschaften, Senioren und Migranten. Zudem hat die Politik einem Kuratorium zugestimmt, das aus Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft, Religion und anderen Bereichen bestehen soll. „Mit dem Kuratorium wird ein beratendes und den Bewerbungsprozess unterstützendes Gremium eingerichtet“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage. Das Kuratorium sollte ursprünglich think tank heißen, doch von der Bezeichnung ist die Stadt wieder abgerückt. Der neue Titel sei besser, finden die meisten Ratspolitiker. 

 Auch die künstlerische Leitung für das Bewerbungsvorhaben müsse man sich nicht als eine Person vorstellen, sondern als ein Gremium, sagt Kulturdezernent Harald Härke. Das Gremium bestehe aus „Botschaftern“ für die Bewerbung, etwa Vertretern von Kirchen, Sportler und Prominente. Erst ab 2020, wenn Hannover tatsächlich den Titel holen sollte, wird ein Intendant eingestellt. Mitte Mai will die Stadt eine „strategische Beratung“ einrichten. Das ist dann aber kein Gremium, sondern ein einzelner Berater.

Von Andreas Schinkel