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Aus der Stadt SPD bringt sich in Stimmung für Kulturhauptstadt
Hannover Aus der Stadt SPD bringt sich in Stimmung für Kulturhauptstadt
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01:21 10.03.2018
Die SPD will Hannovers Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt vorantreiben.
Die SPD will Hannovers Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt vorantreiben. Quelle: picture alliance
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Hannover

 Die SPD stimmt sich auf die Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 ein und lädt die Genossen zu einem Kleinen Parteitag ein. Am Montag, 12. März, versammeln sich die Sozialdemokraten ab 17.30 Uhr im Alten Magazin, Kestnerstraße 18. Die Parteifreunde erwartet ein buntes Programm mit Reden von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums. An vier Tischen soll diskutiert werden, wie die Bewerbung vorangebracht werden kann. Moderiert wird der Abend von SPD-Stadtverbandschef Alptekin Kirci und Heide Kelich, auch Hannovers ehemalige Kulturdezernentin Marlis Drevermann wird die Debatten begleiten.

Interessant ist, wer beim Bewerbungsauftakt keine Rolle spielt, allen voran der amtierende Kulturdezernent Harald Härke. Der betont in den sozialen Medien, dass er den Titel Kulturhauptstadt holen will, und auch offiziell ist ihm vom OB die Verantwortung für das Verfahren übertragen worden. Dennoch will die SPD Härke keinen Platz auf ihrer Bühne einräumen.

Gegen Härke läuft ein Disziplinarverfahren. Ihm wird vorgeworfen, seiner Freundin eine Stelle verschafft zu haben. Der Posten wurde am Ende nicht besetzt. Die SPD-Ratsfraktion hat Härke wiederholt aufgefordert, seinen Hut zu nehmen.

Auch für die amtierende kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Belgin Zaman, sieht das Abendprogramm keine tragende Rolle vor. Das überrascht, schließlich war Zaman daran beteiligt, zusammen mit den Kulturpolitikern aller anderen Fraktionen (abgesehen von AfD und „Hannoveranern“) die Bewerbung auf den Weg zu bringen.

Die Kulturpolitikerin, Mitglied im Fraktionsvorstand, setzte vor einigen Monaten die Verwaltungsspitze unter Druck, weil sie noch kein Bewerbungskonzept vorgelegt hatte. Wie ernst meine es Schostok mit der Bewerbung?, fragte sie damals und erntete heftige Kritik aus ihrer Partei.

Von Andreas Schinkel