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Aus der Stadt Die schwierige Suche nach Dezernenten
Hannover Aus der Stadt Die schwierige Suche nach Dezernenten
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07:03 08.01.2018
Zwei Dezernentenposten sind im Regionshaus an der Hildesheimer Straße neu zu besetzen.
Zwei Dezernentenposten sind im Regionshaus an der Hildesheimer Straße neu zu besetzen. Quelle: Pfennig
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Hannover

 Die Inhalte treten im Regionshaus derzeit ein bisschen in den Hintergrund. Denn die beiden Koaltionsfraktionen SPD und CDU sind derzeit vor allem damit beschäftigt, Kandidaten für die zum 1. April frei werdenden Posten des Sozial- sowie des Planungs- und Umweltdezernenten zu suchen. Dann verabschiedet sich Sozialdezernent Erwin Jordan in den Ruhestand. Sein Kollege Axel Priebs (SPD), bisher zuständig für den Planungs- und den Umweltbereich, wechselt an die Universität Wien, wo er die Fächer angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung lehren wird. Allerdings ist die Suche nach geeigneten Nachfolgern für die beiden komplizierter, als zunächst gedacht. 

Formal schlägt Regionspräsident Hauke Jagau der Regionsversammlung die Kandidaten vor. Intern haben sich die führenden Köpfe der Großen Koalition darauf geeinigt, dass die CDU sich in ihren Reihen nach einem Planungsdezernenten umblickt, die SPD nach einen Sozialdezernenten. Deshalb wird Jagau nur zwei Kandidaten vorschlagen, die zuvor von den jeweiligen Parteigremien genehmigt wurden. 

Zunächst wurde die Kandidatensuche durch die Bildung der Großen Koalition in Niedersachsen erschwert. Denn einige mögliche Kandidaten haben sich als Staatssekretäre berufen lassen oder gut dotierte Abteilungsleiterposten in Ministerien angenommen, heißt es im Regionshaus. Die Dezernentenposten in der Region werden mit der Besoldungsgruppe B7 vergütet. Das bedeutet ein monatliches Grundgehalt von derzeit 9769,51 Euro. 

Erschwerend kommt die mögliche Bildung einer Großen Koalition in Berlin hinzu. Es gebe noch den ein oder anderen Kandidaten, der auf einen guten Posten in der neuen Bundesregierung wartet, heißt es. 

In beiden Parteien laufen derzeit Gespräche, ein bisschen wie Bewerbungen, sagt einer, der dabei ist. Dabei gebe es durchaus Bewerber, die anschließend ihre Bereitschaft zurückzögen, wegen der Größe der Aufgabe, heißt es. Bei beiden Parteien gebe es noch weitere Gespräche mit potentiellen Kandidaten. 

Allerdings dürfte es bis zu einer Entscheidung nicht mehr allzu lange dauern. Denn Regionspräsident Jagau hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, noch im Januar die zwei Kandidaten zu benennen. 

Von Mathias Klein