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Aus der Stadt Neue Stadtpolizei sucht noch Bewerber
Hannover Aus der Stadt Neue Stadtpolizei sucht noch Bewerber
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07:26 24.01.2018
Die städtischen Ordnungshüter sollen unter anderem auf dem Raschplatz ein Auge auf die Trinkerszene werfen.
Die städtischen Ordnungshüter sollen unter anderem auf dem Raschplatz ein Auge auf die Trinkerszene werfen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

 Hannovers neue Ordnungshüter werden bereits im April ihren Dienst versehen – aber noch nicht in der ursprünglich geplanten Personalstärke.  „Wir werden mit etwa 20 Mitarbeitern an den Start gehen“, sagt Ordnungsdezernent Axel von der Ohe im Gespräch mit der HAZ. Man werde aber noch weitere Stellenausschreibungen vornehmen. Geplant sind eigentlich rund 40 Ordnungshüter, die auf Hannovers Straßen und Plätzen nach dem Rechten sehen sollen. Von der Ohe betont, dass der Rat erst Ende November beschlossen habe, eine Art Stadtpolizei aufzubauen.

Der neue Ordnungsdienst ist die Antwort der Stadtverwaltung auf zahlreiche Klagen über lautstarke Trinkergruppen und aggressive Bettler in der City. Jüngst machen Jugendbanden Schlagzeilen, die in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade am Kröpcke herumlungern und Passanten bepöbeln. Auch sie wären ein Fall für den neuen Ordnungsdienst. Der kann Platzverweise erteilen, Identitäten feststellen und Personen durchsuchen.

 Offenbar ist es nicht leicht, fähiges Personal für den Ordnungsdienst zu finden. Zu Beginn hatten rund 50 Menschen Interesse an dem Job bekundet, doch nach Auswahlgesprächen blieben nur wenige übrig, vor allem Männer. Der Rat hatte sich mehrheitlich gewünscht, dass der Dienst zur Hälfte mit Frauen besetzt wird, doch das dürfte kaum zu schaffen sein. 

Die Ordnungshüter werden im April an ihren dunkelblauen Uniformen zu erkennen sein. Auf dem Rücken tragen sie die Aufschrift „Ordnungsdienst“. Waffen wie Schlagstöcke und Pfefferspray werden sie nicht mit sich führen. „Für bestimmte Einsätze kann ich mir stichsichere Westen vorstellen“, sagt der Ordnungsdezernent. Kameras an der Uniform, wie sie die Polizei verwendet, seien aus rechtlichen Gründen nicht sinnvoll.

Von Andreas Schinkel