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Aus der Stadt Bürger fordern Abhilfe gegen Müll, Lärm und Drogen
Hannover Aus der Stadt Bürger fordern Abhilfe gegen Müll, Lärm und Drogen
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00:52 09.03.2018
Liegengebliebener Müll und Spritzbesteck auf Spielplätzen gehören zu den Dauerproblemen im Stadtbezirk Nord. Quelle: Foto: Philipp von Ditfurth
Nord

 Mit einem neuen Ordnungsdienst will die Stadtverwaltung das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen. Die Beamten in städtischer Uniform sollen noch im März damit beginnen, gegen Probleme wie aggressive Bettelei, illegales Übernachten im Freien, Müll und Parkverstöße  vorzugehen. Finanz- und Ordnungsdezernent Axel von der Ohe hat das Konzept jetzt auf seiner Tour durch die Stadtbezirke in einer Sondersitzung des Bezirksrats Nord erläutert. Dass rund 50 Bürger dafür in die Lutherschule kamen, zeigt die Dringlichkeit der Sache.

CDU kritisiert Stadtverwaltung

„Wir wollen Lösungen für die Situation vor Ort entwickeln, deshalb sind wir auf Hinweise angewiesen“, betont von der Ohe. Darauf muss er nicht lange warten. Ratsherr Thomas Klapproth weist auf die Müllmassen in Welfen- und Georgengarten hin, die grillende Parkbesucher hinterlassen. Außerdem kritisiert er, dass die Stadtverwaltung einen Beschluss des Bezirksrats zur Aufwertung des problematischen nördlichen Engelbosteler Damms zurückgewiesen hat. 

CDU-Fraktionschefin Angelika Jagemann schlägt in die gleiche Kerbe. Der Bezirksrat hat einen Zaun für den Spielplatz Horst-Fitjer-Weg gefordert, um Dealer und Drogenkonsumenten abzuhalten. Auch dies hat die Verwaltung abgelehnt. „Unserer Einschätzung nach ist der Zaun nicht erforderlich“, sagt von der Ohe. Stattdessen will er die Sitzauflagen auf dem umgebenden niedrigen Mäuerchen abbauen lassen. Da dort auch Kinder und ihre Begleiter gerne sitzen, reagieren einige Bürger ablehnend auf die Ankündigung.

Polizei hofft auf Entlastung

Sven Abend (SPD) fragt nach, wie Bürger den Ordnungsdienst nachts erreichen können. Es ist bereits andernorts auf Kritik gestoßen, dass die städtischen Ordnungskräfte zwischen 8 und 22 Uhr unterwegs sein werden. Der Sonntag ist bisher ausgeklammert. „Wir gehen davon aus, dass nachts eher das Eingreifen der Polizei erforderlich ist. Deren Aufgaben wollen wir nicht übernehmen“, erklärt von der Ohe. Die Zeiten seien gemeinsam mit der Polizei festgelegt worden, die nachmittags bisher stark mit Ordnungsfragen gebunden sei. Detlef Hoffmann,  Leiter der Polizeiinspektion Ost, betont, dass die Polizei sich durch den Ordnungsdienst mehr Zeit für die eigentliche Kriminalitätsbekämpfung verspricht. „Wir haben ein Problem mit Rauschgifthandel im Georgengarten.“ Mit offenen und verdeckten Streifen habe die Polizei aber vergangenes Jahr einige Erfolge im Bezirk erzielt.

Der Ordnungsdienst startet mit 20 bis 30 Mitarbeitern, in der zweiten Jahreshälfte soll er auf 44 Außendienstleute aufgestockt werden, die jeweils zu zweit auf Streife gehen. Die Hälfte der Teams konzentriert sich auf die Innenstadt. Wenig Personal für das gesamte Stadtgebiet, meint Bernd Huneke (CDU).  Dezernent von der Ohe will seine Leute nach Bedarf einsetzen. „Ich gehe davon aus, dass wir in Kirchrode weniger im Einsatz sind als im Bezirk Nord.“

Von Bärbel Hilbig

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