Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?
Hannover Aus der Stadt Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 19.01.2018
Spuren der Verwüstung: Für Sturmschäden ab Windstärke 8 greift in der Regel die Gebäudeversicherung. Quelle: Manuel Niemann
Hannover

 “Friederike“ hat immense Schäden hinterlassen – mit denen Versicherungen und ihre Kunden noch lange zu tun haben werden. Sturmschäden an Häusern werden in der Regel von Gebäudeversicherungen übernommen. Diese sind keine Pflichtversicherungen, doch in den meisten Fällen haben die Eigentümer eine solche Versicherung abgeschlossen. „Wird etwa das Dach abgedeckt, bezahlt die Versicherung den Schaden meist problemlos“, sagt Maximilian Gehr, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Voraussetzung sei allerdings, dass der Sturm Windstärke 8 (ab 62 Stundenkilometer) gehabt habe – „Friederike“ lag deutlich darüber. Die Gebäudeversicherung zahlt auch für Folgeschäden, etwa wenn durch ein abgedecktes Dach Regen ins Haus eindringt – allerdings nur für Schäden am Gebäude selbst.

Schäden im Gebäude: Für Schäden im Gebäude – etwa, wenn Möbel durch eindringendes Regenwasser zerstört werden – ist die (freiwillig abgeschlossene) Hausratsversicherung des Mieters oder Eigentümers zuständig.  „Als Faustregel gilt, dass diese für alles zuständig ist, was ein Mieter beim Auszug mitnehmen würde“, sagt Gehr. Auch diese greift erst ab Windstärke 8 – und unter der Voraussetzung, dass Fenster und Türen verschlossen waren.

Schäden am Auto: Wird das Auto durch den Sturm beschädigt, kommt in der Regel die Kfz-Teilkaskoversicherung auf, die für Autofahrer (anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung) freiwillig ist. Die Teilkaskoversicherung (alternativ auch die Vollkaskoversicherung) zahlt beisielsweise, wenn der Sturm Dachziegel auf einen Wagen geschleudert hat. Schäden, die durch umstürzende Bäume am Auto entstehen, lassen sich ebenfalls über die Teilkasko regulieren – sofern nicht möglicherweise der Baumbesitzer oder seine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen müssen. 

„Prinzipiell empfiehlt es sich, Schäden möglichst schnell an die Versicherung zu melden“, sagt Gehr. Es sei außerdem ratsam, die Zerstörungen mit Fotos zu dokumentieren. Reparaturen sollten jedoch erst nach Rücksprache mit der Versicherung in Auftrag gegeben werden.

Von Simon Benne

Ein 35 Jahre alter Lastwagenfahrer ist am Freitag bei einem schweren Unfall auf der A2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte ums Leben gekommen. An dem Auffahrunfall waren drei Lastwagen und ein PKW beteiligt. An der Unfallstelle ist weiterhin nur ein Fahrstreifen frei.

19.01.2018

Orkan Friederike ist über Niedersachsen hinweggefegt – und hat teilweise immense Schäden hinterlassen.  Am Bahnhof herrscht zeitweise Chaos, Bäume stürzen auf Straßen und Oberleitungen, Schulen schickten die Kinder früher nach Hause.

19.01.2018
Aus der Stadt Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf - Medizinversuche: Klaus M. kämpft sich durchs Leben

Klaus M. wurde in den Sechzigerjahren Opfer von Medikamentenversuchen in der Jugendpsychiatrie Wunstorf. Die neuen Veröffentlichungen haben bei Klaus M. lange verschüttete Erinnerungen zu Tage gefördert. Nun wird der heute 61-jährige Betroffene von seiner Vergangenheit eingeholt. 

19.01.2018