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Aus der Stadt Guter Platz trotz schlechter Noten für Hannover
Hannover Aus der Stadt Guter Platz trotz schlechter Noten für Hannover
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00:15 22.02.2015
Von Bernd Haase
Lob der Radfahrer für Hannover: Mit dem Rad schnell in der City. Quelle: Benjamin Behrens
Hannover

Hannover belegt im sogenannten Fahrradklimatest unter den größten deutschen Städten Rang vier von 39. Die Stadt punktet in den Kategorien „Erreichbarkeit des Zentrums“, „zügiges Radfahren möglich“, „Wegweisung“ und „Fahrradmitnahme im Nahverkehr“. Miese Noten gibt es für Ampelschaltungen, das geduldete Falschparken von Autos auf Radwegen sowie den Winterdienst.

Den Test hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt. In der zweiten Jahreshälfte 2014 konnten Bundesbürger im Internet einen Fragenkatalog 
beantworten und dabei nach dem Schulnotensystem werten. Mehr als 100.000 Fahrradfahrer haben mitgemacht, darunter 814 aus Hannover. Der Test gilt als aussagekräftigster seiner Art.

Hannover hat sich gegenüber dem Klimatest von 2012 um zwei Plätze verbessert. Für den Rang in der Spitzengruppe reicht allerdings eine Durchschnittsnote von 3,4. „Darin spiegelt sich wieder, dass die Bedingungen im Vergleich zu anderen großen Städten recht gut sind. Aber es zeigt auch, dass noch viel Luft nach oben ist“, sagt Harald Hogrefe vom ADFC Hannover. (die vollständige Auswertung für Hannover)

Linktipp

Alle Ergebnisse des Fahrradklima-Tests

Unter dem Bundesschnitt liegt die Landeshauptstadt nur in einer von mehr als zwei Dutzend Kategorien – dem Angebot an Leihfahrrädern. Andere Punkte hält Hogrefe allerdings für wichtiger: „Viele Hannoveraner fühlen sich auf dem Fahrrad nicht sicher“, sagt er. Konfliktpotenziale gibt es vor allem im Verhältnis der Radler zu den Autofahrern, weniger in dem zu den Fußgängern. „Noch mehr Radverkehr wird auf dem hannoverschen Netz zu erheblichen Problemen führen“, prognostiziert Hogrefe. Die Steigerung des Radverkehranteils am Gesamtverkehrsaufkommen in Hannover ist seit Langem erklärtes politisches Ziel; und die Stadt ist damit auch schon vorangekommen. Zuletzt hat sie eine Schwachstellenanalyse im bestehenden Netz vorgenommen und einen Katalog mit 375 notwendigen Maßnahmen vorgelegt. Den will sie nun abarbeiten.

Bundesweiter Sieger beim Fahrradklimatest wurde, wie eigentlich immer bei Tests mit diesem Bezug, mit weitem Vorsprung Münster; es folgen Freiburg und Karlsruhe.

Unmittelbar hinter Hannover liegt mit Bremen eine weitere norddeutsche Großstadt auf Platz fünf. Braunschweig erreicht Platz 15; Hamburg rangiert mit einer Durchschnittsnote von 4,28 nur auf Rang 35 und damit fast am Ende der Tabelle. Was Hannover zur Ehre gereicht: Bei der übergeordneten Frage, ob Fahrradfahren Spaß macht oder Stress bedeutet, erreicht nur Münster eine bessere Note.     

Hannovers Noten

Als Gesamtnote im sogenannten Fahrradklimatest erhält Hannover eine 3,4. Der Auszug aus den einzelnen Kategorien zeigt die Stärken und Schwächen der Stadt, was die Belange der Radfahrer angeht. 


  • Erreichbarkeit Stadtzentrum: 2,1
  • Geöffnete Einbahnstr. in Gegenrichtung: 2,1
  • Zügiges Radfahren: 2,2
  • Konflikte mit Fußgängern: 3,4
  • Sicherheitsgefühl: 3,5
  • Hindernisse auf Radwegen: 3,5
  • Führung an Baustellen: 4,2
  • Falschparkerkontrolle auf Radwegen: 4,3
  • Ampelschaltungen für Radfahrer: 4,3     

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