Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hannover bereitet sich auf ESC-Stars vor
Hannover Aus der Stadt Hannover bereitet sich auf ESC-Stars vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 14.02.2013
Heute noch eine leere Halle, Donnerstag ein Pop-Palast: Vier Tage dauern die Vorbereitungen für den ESC-Vorentscheid in der TUI Arena. Quelle: Körner
Hannover

Schneeketten liegen neben dem Übertragungswagen des Norddeutschen Rundfunks. Schneeketten – ist das nicht übertrieben? „Nee stimmt, die brauchen wir hier nicht“, sagt Dieter Thiessen und lacht. „Aber die Kollegen kommen direkt vom Skispringen in Villingen.“
Schon heute Abend ist technische Generalprobe mit dem aus Ungarn stammenden Regisseur Ladislaus Kiraly. Doch da darf es nur noch um Feinheiten gehen. Am Mittwoch kommen die Künstler mit ihren Managern und Produzenten, sie wollen möglichst reibungslos proben. „Unsere Arbeit ist ein Wettlauf mit der Zeit“, sagt der 51-jährige Thiessen. „Die Hallenmiete kostet viel Geld – deshalb müssen wir komprimiert arbeiten.“

Die Aufbauarbeiten für den ESC-Vorentscheid laufen in der TUI-Arena auf Hochtouren.

Freitagmorgen, 6 Uhr, hat die erste Schicht mit dem Aufbau begonnen. Seitdem sind gut 30 Sattelzüge mit Equipment eingetroffen: Lampen, Monitore, Mischpulte, Hochleistungsrechner, Trassen, Schienensysteme, Mikrofone, Kameras, Lautsprecher und was nicht alles. Und Kabel, jede Menge davon – insgesamt gut 40 Kilometer, schätzt Thiessen. Seitdem sind sie rund um die Uhr mit dem technischen Aufbau der Show beschäftigt, die der NDR mit Brainpool und deren Subunternehmen Cape Cross produziert. Für Licht, Ton, Voting, Stromerzeugung, Übertragung gibt es dezidierte Ablaufpläne. „Unser Ziel ist es, dass Künstler gute Laune haben, wenn sie in die TUI Arena kommen“, sagt Toningenieur Uli Fricke.

Für ihn und Dieter Thiessen ist es bereits die 13. Show, die sie zusammen für den European Song Contest bestücken. Wie immer kann Fricke schon alle Wettbewerbstitel „rauf und runter“, wie er sagt. Sein Team muss aus den Titeln auch Zusammenfassungen schneiden und den Livegesang mit den Playbacks der Instrumente mischen. „Wir versuchen dabei, so nah wie möglich an den Originalen zu sein.“ Fricke kann auch die Orte der deutschen Vorentscheide, die er ausgestattet hat, aufzählen – ob erstmals 1997 in Lübeck oder 2001 in Hannover und natürlich den Aufbau des internationalen European Song Contest in Düsseldorf 2011.

Thiessen und Fricke sind froh, dass es Guildo Horn gab. 1998 in Bremen. Als der Schlagersänger mit „Guildo hat euch lieb“ – einer ironisch überzeichneten Interpretation deutscher Schlagerseligkeit – für Deutschland antrat, sorgte er für einen neuen Hype auf den Wettbewerb. „Dass die Show noch einmal so zum Leben erweckt wird, hätten wir nicht gedacht“, sagt Thiessen und freut sich.

Trotz aller Routine – jede Halle, jede Show hat ihre Spezialitäten. Diesmal konnte die Bühnendecke der TUI Arena nicht so viele Lampen tragen, wie sich das Lichtdesigner Jerry Appelt vorstellte. Die Überlast musste kurzerhand auf Ständer verteilt werden. Während die Lichttechniker am Montag noch die letzten von gut 1000 Leuchten in der Halle installieren, feilen die Programmierer in einem abgedunkelten Nebenraum an den aufwendigen Lichtshows – anhand eines 3-D-Modells der TUI Arena. Die Illumination wird über computergesteuerte Zeitsignale ausgelöst. „Wenn man mal auf einen falschen Knopf drückt, kann ein Feuerwerk losgehen. Dann sind mal eben 12 000 Euro futsch“, unkt einer der Männer.

Und wie erlebt einer wie Dieter Thiessen die Show am Donnerstag? Er überlegt nicht lange: „Ich denke da schon wieder an den Abbau.“

Von Sonja Fröhlich und Imre Grimm 

Viele Katholiken in Hannover reagierten überrascht aber auch mit Respekt auf die Ankündigung von Papst Benedikt XVI. von seinem Amt zurückzutreten. „Wenn Papst Benedikt der Sache nicht mehr dienen kann, dann ist es nur konsequent zurückzutreten“, sagte Bruder Nikolaus aus dem Kloster Cella Sank Benedikt.

14.02.2013

Lange mussten die städtischen Häfen Hannover auf eine neue Diesellok warten. Nun ist sie eingetroffen: Das fabrikneue, zwei Millionen Euro teure und 80 Tonnen schwere Prachtexemplar ist am Nordhafen auf die Schienen gesetzt worden.

Juliane Kaune 11.02.2013

Gerda Schäfer begleitet den schwerkranken Dominik als Ehrenamtliche beim ambulanten Kinderhospizdienst und unterstützt auch dessen Eltern in dieser schwierigen Zeit.

11.02.2013