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Aus der Stadt Hannover fehlen noch 1000 Krippenplätze
Hannover Aus der Stadt Hannover fehlen noch 1000 Krippenplätze
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20:43 24.01.2012
Der Stadt läuft bei ihrem Krippenausbauprogramm die Zeit davon. Quelle: dpa
Hannover

Innerhalb von drei Jahren entstanden von Oktober 2008 bis Ende 2011 rund 1100 neue Betreuungsplätze in Krippen oder bei Tagesmüttern. Einige gehören jedoch noch zu einem alten Planungsprogramm, das noch zu Ende geführt wurde. Für die Schaffung der anvisierten restlichen 1000 neuen Plätze bleiben jetzt nur noch eineinhalb Jahre Zeit.

Die Stadt hat Ende 2008 ihr neues Krippenprogramm gestartet und wollte ursprünglich bis 2013 in fünf Schritten jährlich 300 neue Plätze schaffen. Dann setzte ein erfreulicher Babyboom ein. Auf Beschluss des Rates wurde die Zielmarke deshalb vergangenes Jahr von 1500 auf 1800 neue Krippenplätze aufgestockt. Doch das Ausbauprogramm hakt an einigen Stellen, wie Jugenddezernent Thomas Walter Anfang der Woche im Jugendhilfeausschuss berichtete. Investoren brachen Wohnungsbauprojekte weg, die sie inklusive Kindertagesstätte geplant hatten. Außerdem macht eine seit rund einem Jahr gültige neue Vergaberichtlinie den Kitaplanern zu schaffen. Sie müssen nun auch für die Anmietung von Räumen eine Ausschreibung starten. Das führt zu Verzögerungen. Walter betont jedoch, die Planungen würden weiter verfolgt. Zum Teil müssen offenbar neue Investoren oder Kita-Betreiber gesucht werden. „Wir wissen, dass das Ziel ehrgeizig ist. Aber wir halten weiter daran fest“, bekräftigte auch eine Stadtsprecherin.

Allein 345 Krippenplätze sollen in der ersten Jahreshälfte 2013 entstehen, wenn die acht geplanten Kita-Neubauten in Bothfeld, Stöcken, Bemerode, Linden, Ahlem, List, Vahrenwald und Kleefeld entstehen. Auch einige andere Projekte erscheinen abgesichert.

In kleinerem Maßstab tragen auch Elterninitiativen mit viel Engagement zum Krippenausbau bei. Die Kinderladeninitiative berät aktuell zwei Elterngruppen, die in Linden und Limmer neue Krippengruppen gründen wollen. In Badenstedt stehen Erzieherinnen für eine Kitagründung in den Startlöchern. Die Stadt hat aber in diesen Fällen noch keine Finanzierung zugesagt. „Die Verwaltung bremst die Eltern nicht, wartet aber offenbar die Entwicklung in den Stadtteilen ab“, sagt Ute Dalluhn von der Kinderladeninitiative. Sie geht davon aus, dass sich deutlich mehr Elterngruppen melden würden, wenn die Stadt Bedarf signalisieren würde. „Aber nicht alle Eltern wollen einen Kinderladen.“

Als das neue Krippenprogramm startete, konnten 3170 Kinder unter drei Jahren betreut werden (Stichtag 1. Oktober 2008). Ende 2011 gab es 4290 Betreuungsplätze. Als Zielzahl hat die Stadt sich jetzt gut 5300 Plätze gesetzt. Wenn der Rechtsanspruch der Eltern auf einen Krippenplatz für ihr Kind greift, wird entscheidend sein, wie viele Familien tatsächlich Kinderbetreuung einfordern.

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