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Aus der Stadt Hannover führt die O-Tonne ein
Hannover Aus der Stadt Hannover führt die O-Tonne ein
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20:51 08.03.2013
Von Bärbel Hilbig
Hans Mönnighoff und Kornelia Hülter vor dem Rathaus Quelle: Thomas
Hannover

Wertstoffe wie Metall oder Elektroschrott kommen auch in Hannover bald in die Tonne - wenn Hausbesitzer das wollen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb aha führt seine sogenannte O-Tonne jetzt in der Landeshauptstadt ein. In diesem Monat bekommen alle Haushalte eine Infobroschüre mit Bestellpostkarte. Ab Anfang April liefert aha die O-Tonne aus. Die Bestellung ist freiwillig, die Leerung kostenlos. Die ersten Leerungen finden am 29. April statt, dann alle vier Wochen. Singlehaushalte können sich auch eine O-Tonne teilen.

„Für die Umwelt ist das toll, auch weil Bürger sich die Fahrt mit dem Auto zum Wertstoffhof sparen“, sagt Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff. Er wirbt dafür, dass möglichst viele Bürger sich beteiligen. „Man hat ja oft kleine Metallschrottteile, EDV-Zubehör, alte Radios und wusste bisher nicht, wohin damit.“ In der O-Tonne können Elektrokleingeräte, Textilien, Schuhe sowie Gegenstände aus Metall oder Kunststoff wie Spielzeug oder Blumentöpfe gesammelt werden.

Bisher landen diese Dinge im Restmüll, im Sperrmüll oder im Gelben Sack, wo sie nicht hingehören - so die Erfahrung von aha. Im Umland hat der Abfallwirtschaftsbetrieb die O-Tonne in den vergangenen zwei Jahren in vier Stufen schrittweise eingeführt. Die Menge der abgegebenen Gegenstände auf den Wertstoffhöfen ging dennoch nicht zurück.

Mit der O-Tonne verfolgt aha das Ziel, zusätzliche Wertstoffe wiederverwerten zu lassen. Das scheint zu gelingen. Im Schnitt entsorgt jeder Regionsbewohner bisher im Jahr rund fünf Kilo Metalle und Kunststoffe sowie gut sechs Kilo Altkleider und E-Schrott. Die Nutzer der O-Tonne entsorgen dort mehr als elf Kilo Metall und Kunststoff sowie gut 14Kilo Altkleider und Elektro-Müll. „Auch für den Gebührenhaushalt ist das gut, weil wir in ein neues Geschäftsfeld einsteigen“, sagt aha-Geschäftsführerin Cornelia Hülter. Ohne O-Tonne könne aha Textilien und E-Schrott nicht einsammeln. „Das sind die Bestandteile, die Geld bringen werden.“

Nach seiner Ausweitung auf Hannover wird das System allerdings regionsweit zwei Millionen Euro pro Jahr kosten. Die Erlöse liegen dagegen bis jetzt nur bei 300000 Euro. Unterm Strich kostet das jeden Regionsbewohner 1,50Euro im Jahr.

Eine Kostendeckung innerhalb der nächsten drei Jahre schließt Hülter aus. Sie macht jedoch eine andere Rechnung auf: Mit dem geplanten Wertstoffgesetz könnte das Duale System Deutschland nach bisherigem Stand Strafgebühren für Müll kassieren, der fälschlich im Gelben Sack landet. Die O-Tonne soll das verhindern helfen.

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