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Aus der Stadt Hannover gedenkt der nach Riga Deportierten
Hannover Aus der Stadt Hannover gedenkt der nach Riga Deportierten
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00:20 18.12.2014
73 Jahre nach der Deportation von Juden aus Deutschland nach Riga haben am Montag unter anderem Schüler der IGS Mühlenberg an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert.
73 Jahre nach der Deportation von Juden aus Deutschland nach Riga haben am Montag unter anderem Schüler der IGS Mühlenberg an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

„Es ist wichtig, dass wir die Geschichte wach halten, daran erinnern. Besonders in einer Zeit von Diskriminierung und Ausgrenzung“, sagte Bürgermeister Thomas Hermann während der Gedenkfeier der Stadt Hannover. Die schreckliche Vergangenheit dürfe nicht vergessen werden.

Mit einer Kranzniederlegung am Opernplatz ist an die am 15. Dezember 1941 nach Riga deportierten Juden erinnert worden. 

Lara Hélène Agba, Tanja Christ und Emre Can, Schüler der elften Klasse der IGS Mühlenberg, erinnerten in einem Vortrag an Helmut Fürst, der 1922 in Hannover geboren wurde. Die Nazis verschleppten ihn am 15. Dezember 1941 zusammen mit seinen Eltern Max und Else in einem Deportationszug nach Riga. Kurz nach der Ankunft wurde Helmut Fürst von seinen Eltern getrennt, er überlebte das Getto als einer von 69.

Nach dem Holocaust kehrte er in seine Heimatstadt Hannover zurück. Fürst beteiligte sich am Neuaufbau der jüdischen Gemeinde in Hannover. 2012 starb er im Alter von 90 Jahren. „Gedenkfeiern wie diese sollen anregen, einfach mal nachzudenken über Vergangenes, aber auch die aktuelle Situation“, sagte Michael Fürst, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde.

Sarah Schuhmacher

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