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Aus der Stadt Hannover gratuliert Papst Franziskus
Hannover Aus der Stadt Hannover gratuliert Papst Franziskus
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20:56 14.03.2013
Tanzt vielleicht demnächst den „Franziskus“: Joachim Knust vom „Tango Milieu“. Quelle: (NO CREDIT)
Hannover

Ein neuer Papst ist gewählt - mit neuem Namen und aus einem Land fern von Europa. Bringt das frischen Wind in die katholische Kirche? In Hannover ist man im Großen und Ganzen guter Dinge - und stellt doch Fragen.

Bernd Weste, Vorsitzender der AIDS-Hilfe Hannover, etwa zweifelt. „Ein jüngerer Papst hätte vielleicht eher die Möglichkeit dazu gehabt, sich auf die Widrigkeiten, mit der die katholische Kirche zu kämpfen hat, einzustellen“, sagt er. Weste will damit nicht sagen, dass er dem Papst eine Reform nicht zutraut. Aber „wie er sich im Vorfeld zu der Homo-Ehe geäußert hat, stimmt mich nicht gerade optimistisch, dass eine Reformierung in dieser Hinsicht stattfinden wird“. Insofern aber wäre, aus Westes Warte, bei Franziskus wohl einfach alles wie bei seinen Vorgängern auch.

Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung aus Hannover, freut sich dagegen sehr über einen Papst aus Südamerika. „Das dürfte die Stimme der Entwicklungs- und Schwellenländer stärken.“ Zugleich appelliert sie an den neuen Papst, „endlich die Realitäten anzuerkennen und auch Katholiken ein sicheres Sexualleben zuzugestehen. Mit der bisherigen konservativen Sexualmoral missachtet die katholische Kirche das Menschenrecht auf Familienplanung.“

Hans Martin Heinemann, Stadtsuperintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenverbandes Hannover, hält den Einstand des neuen Papstes für eindrucksvoll. Dabei freut ihn nicht nur, dass der Erzbischof aus Argentinien seinen neuen Amtsnamen an den heiligen Franz von Assisi angelehnt hat. „Auch, dass er das Gebet mit der Gemeinde gesucht hat freut mich sehr, da es dem evangelischen Gedanken entspricht“, sagt Heinemann.

Der erste Vorsitzende des Landesverbandes der Muslime Niedersachsen, Avni Altiner, beglückwünscht die katholische Kirche zu ihrem neuen Oberhaupt. Seine Hoffnungen an den Papst fallen eher traditionell aus. „Ich möchte mich im Namen der Muslime dem Wunsch des neuen Papstes nach Frieden, der Barmherzigkeit Gottes und Liebe anschließen. Dabei hoffe ich, dass er den Dialog mit den Moslems, den Benedikt XVI. begonnen hat, hin zu einer neuen Anerkennung und Akzeptanz weiterführt und dabei erfolgreich sein wird.“

Optimistisch zeigt sich auch die jüdische Gemeinde in Hannover. Ihr erster Vorsitzender Michael Fürst ist frohen Mutes, dass das Verhältnis zum neuen Papst aus Südamerika so gut sein wird wie das zum alten aus Deutschland: „Ich bin überzeugt davon, dass der Papst die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde fortsetzen wird“.

Hannovers argentinische Gemeinde, so klein wie sie ist, freut sich über die Wahl ihres Landsmannes zum neuen Pontifex. 110 Hannoveraner haben einen argentinischen Pass, 70 davon eine doppelte Staatsbürgerschaft. Manche von ihnen kommen hin und wieder ins „Tango Milieu“ in Linden-Nord. Inhaber Joachim Knust ist überzeugt, dass die Argenitinier, ob katholisch oder nicht, samt und sonders stolz auf ihren neuen Papst sind. „Bei uns hängt schon eine argentinische Flagge. Vielleicht hänge ich ein Bild vom neuen Papst daneben.“

Von Papst Franziskus heißt es, er sei in seiner Jugend ein leidenschaftlicher Tangotänzer gewesen. Knust überlegt schon: „Vielleicht werden wir eine Schrittkombination namens ,Franziskus‘ einführen.“

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