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Aus der Stadt Hannover ist keine Schwarzfahrer-Hauptstadt
Hannover Aus der Stadt Hannover ist keine Schwarzfahrer-Hauptstadt
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00:18 09.11.2014
Von Mathias Klein
Foto: Hannover hat im bundesweiten Vergleich eine geringere Schwarzfahrerquote als gedacht.
Hannover hat im bundesweiten Vergleich eine geringere Schwarzfahrerquote als gedacht. Quelle: Wallmüller (Archiv)
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Hannover

Nach einem Bericht des Magazins „Wirtschaftswoche“ sind in Hannover rund zwei Prozent der kontrollierten Fahrgäste in Bussen und Bahnen ohne gültiges Ticket unterwegs. Laut Umfrage ist Duisburg mit einem Anteil von vier Prozent der Hauptstadt der Schwarzfahrer gefolgt von Bonn und Berlin. Den geringsten Anteil von Schwarzfahrern unter den kontrollierten Nahverkehrskunden gibt es in Münster, Gelsenkirchen und Bochum mit jeweils 0,6 Prozent.

Hannover hat den Ruf als „Hauptstadt der Schwarzfahrer“, weil das sogenannte „Erschleichen von Leistungen“ im Jahr 2013 einen Anteil von 7,6 Prozent an der Gesamtkriminalität hat. Damit ist laut Polizei jede dreizehnte Straftat in der Landeshauptstadt ein Fall von Schwarzfahren. In anderen Städten tauchen Schwarzfahrer allerdings gar nicht in der Kriminalitätsstatistik auf.

Die Kontrolleure der Üstra erwischten im vergangenen Jahr 56.713 Fahrgäste ohne gültiges Ticket, das sind 1511 mehr als im Jahr 2012, berichtete Üstra-Sprecherin Katja Raddatz. Wer ohne gültigen Fahrausweis erwischt wird, zahlt ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 40 Euro. Dadurch nahm die Üstra im letzten Jahr rund 1,2 Millionen Euro ein. Die Verkehrsministerkonferenz hatte jüngst vereinbart, statt 40 künftig 60 Euro zu kassieren. Wer Fahrscheine manipuliert oder fälscht oder wer bereits zum wiederholten Mal erwischt wird, erhält einen Strafantrag. Dies hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 7232 Mal gemacht.

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