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Aus der Stadt Hannover plant Sondereinsatz gegen das Eis
Hannover Aus der Stadt Hannover plant Sondereinsatz gegen das Eis
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09:43 10.02.2010
Seit Wochen im Einsatz: aha-Mitarbeiter Ende Januar in der Innenstadt von Hannover beim Eishacken. Quelle: Martin Steiner

In Hamburg schickt eine arg in die Kritik geratene Senatorin wegen der Pannen im Winterdienst 1000 weitere Mitarbeiter los. In Norderstedt lässt die Stadt die Eisdecke nunmehr mit einer eigens umfunktionierten Maschine wegfräsen. Berlin ereifert sich, dass die Bürgersteige nur rund um die Touristenattraktionen noch begehbar und ansonsten weitgehend Rutschbahnen sind. Nicht nur Hannover wird vom Winterwetter gebeutelt, und nicht nur hier entspannt sich die Lage nach wie vor nicht. Zuletzt verzeichnete die Medizinische Hochschule 150 Patienten in der Notfallaufnahme an einem Tag – die meisten mit „typischen Sturzverletzungen“. So kommt es, dass der hannoversche Entsorger aha, der für den Winterdienst in der Landeshauptstadt verantwortlich ist, laut Sprecher Stefan Altmeyer darüber nachdenkt, erneut 150 Ein-Euro-Kräfte zum Räumen besonders häufig genutzter Wege einzusetzen.

Mit der Maßnahme hatte aha schon einmal versucht, die Lage auf Hannovers Fußwegen, etwa vor Schulen und Seniorenheimen, zu entspannen. Zudem hat das Unternehmen jetzt 400 Hauseigentümer schriftlich dazu aufgefordert, ihrer Räum- und Streupflicht nachzukommen, nachdem Bürger die nachlässigen Eigner gemeldet hatten. Inzwischen sind laut aha auch sieben Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Eigentümer eingeleitet worden, die ihren Pflichten nicht nachgekommen und infolgedessen für Stürze von Passanten verantwortlich zu machen seien.

Wir haben Sie gebeten, uns Ihre schönsten Momente mit Schnee und Eis als Bild zu schicken. Vielen Dank für die vielen tollen Aufnahmen. Sie haben uns sogar so viele geschickt, dass wir eine Auswahl treffen mussten. Sie dürfen uns aber dennoch gern weiter Bilder schicken. Mailen Sie Ihr schönstes Winterbild an hannover@haz.de (als JPEG-Datei in nicht allzu geringer Auflösung).

Um Hausbesitzern Hilfestellung zu geben, hat aha die Zahl der Fahrzeuge, die die Streusandkisten an den Straßen auffüllen, von zwei auf vier erhöht. Altmeyer vergisst nicht darauf hinzuweisen, dass dies ein freiwilliger Service des Unternehmens ist: „Wir müssten das nicht tun.“

Während anderswo unterdessen das Streusalz längst knapp geworden ist, freut man sich beim hannoverschen Entsorger darüber, nach wie vor „keinen Engpass an Salz“ und damit „fast ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland“ zu haben, wie Sprecher Altmeyer sagt.

Ansonsten aber lässt sich für die Bundesrepublik feststellen, dass die Probleme mit der Eisglätte größer werden je weiter man in den Norden oder Osten kommt. Allein im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelten Notärzte am Wochenende 125 Frakturen, insgesamt wurden 520 Patienten aufgenommen – etwa 120 mehr als an einem normalen Wochenende. Auch Kiel, Lübeck, Berlin und Magdeburg melden volle Ambulanzen. In Stuttgart und Ulm dagegen ähneln die Unfallzahlen denen anderer Winter. Man sei, so heißt es im Süden, Kälte im Winter gewohnt.

Felix Harbart und Veronika Thomas

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