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Aus der Stadt Ökostrom für Hannovers Straßenlaternen
Hannover Aus der Stadt Ökostrom für Hannovers Straßenlaternen
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00:23 05.03.2015
Von Andreas Schinkel
Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover

Den millionenschweren Auftrag muss sie europaweit ausschreiben, so verlangt es das Vergaberecht. Der Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid darf nicht mehr als 450 Gramm pro Kilowattstunde betragen. Die Stadt setzt die Ausschreibung zusammen mit der Regionsverwaltung in Gang. Ein neuer Anbieter würde also auch Regionsbehörden mit Strom versorgen. „Wir hoffen auf günstigere Tarife, weil die Energiepreise gefallen sind“, sagt Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne). Der Umweltausschuss hat Montag noch keinen Beschluss über die Ausschreibung gefällt, die CDU sah noch Beratungsbedarf.

Die Kosten für die Stromversorgung der städtischen Gebäude und der Straßenlaternen belaufen sich in diesem Jahr auf rund 13,5 Millionen Euro. Der Vertrag endet am 31. Dezember. Derzeit liefern die Stadtwerke die elektrische Energie für Hannover, ein kommunales Unternehmen also. Das könnte sich ändern, wenn eine andere Firma – möglicherweise sogar aus einem anderen Land – ein günstigeres Angebot vorlegt. Die Stadtwerke signalisieren bereits, dass sie sich erneut bewerben werden. Die verschärften Konditionen seien kein Hinderungsgrund, sagt Stadtwerke-Sprecher Carlo Kallen. „Wir könnten 80 Prozent der hannoverschen Bevölkerung mit regenerativen Energien versorgen“, sagt er. Zwar unterhalten die Stadtwerke zwei Kohlekraftwerke in Stöcken und Mehrum, doch könne man sich auf Kundenwünsche einstellen. Schließlich gebe es noch die Gasturbine in Linden.

Bei SPD und Grünen hofft man, dass die Stadtwerke erneut den Zuschlag bekommen, ausgemacht ist das aber nicht. „Wir müssen vor allem darauf achten, dass der Strom ökologisch sauber ist“, sagt Grünen-Umweltpolitiker Patrick Drenske. Bei der letzten Ausschreibung für den Stromvertrag gingen vier Anbieter ins Rennen, am Ende gewannen die Stadtwerke.

Nicht alle städtischen und regionalen Unternehmen umfasst der neue Energieliefervertrag. Große kommunale Unternehmen schließen ihre eigenen Verträge mit einem Stromanbieter ab, etwa die Üstra und der Zoo Hannover. Beide Unternehmen in regionaler Trägerschaft bekommen ihren Strom aber ebenfalls von den Stadtwerken.

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