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Aus der Stadt Hannover will Bildungsregion werden
Hannover Aus der Stadt Hannover will Bildungsregion werden
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12:45 27.05.2015
Von Saskia Döhner
Hannover will sich mehr um die kümmern, die Schulprobleme haben. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Individuelle Bildungsbiografien sollten besser begleitet werden, sagte Schuldezernentin Marlis Drevermann am Mittwoch in Hannover. Es dürfe nicht sein, dass etwa Schulabrecher im System quasi verloren gehen. "Wenn jemand auf dem zweiten Bildungsweg seinen Schulabschluss machen will, dann wissen wir überhaupt nichts über denjenigen, welche Stärken und welche Schwächen er hat, wir fangen bei Null an", sagte Susanne Kannenberg, Sachgebietsleiter Schule und Beruf bei der Stadt, "viele bringen nicht einmal ihr letztes Zeugnis mit, weil sie sich vielleicht zu sehr wegen ihrer schlechten Noten schämen." Dabei sei es wichtig, die Vorgeschichte der Menschen zu kennen, um ein erneutes Scheitern zu verhindern.

Künftig könnten Erzieher aus den Kitas Grundschullehrern leichter Empfehlungen über die Stärken eines Kindes mitteilen, sagte Drevermann. Dabei gehe es nicht darum, Stigmatisierungen oder Voruteile weiterzugeben, sondern um eine bessere Begleitung auf dem Bildungsweg.

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Das Land will in allen Kreisen und Kommunen, die Interesse haben, Lehrer als sogenannte Bildungskoordinatoren bereitstellen, mit jeweils 20 Stunden in der Woche. Bis 2017 will das Kultusministerium seine Förderung auf dann 2 Millionen Euro jährlich aufstocken. „Gute Bildungsangebote sind harte Standortfaktoren“, hatte Ministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) bei der Vorstellung des Konzepts schon Anfang des Jahres gesagt.

Carsten Schmidt 30.05.2015
27.05.2015